The School for Good and Evil auf Netflix angeschaut

Geschrieben von: Sanel
18. April 2026

Vielleicht hätte mich Netflix hier eventuell ein wenig vorwarnen können. Nicht, weil der Film schlecht ist, sondern dieser auf den ersten Blick irgendwie Harry Potter Vibes an mich sendet. Sowohl der Vorspann als auch die ganze Gestaltung von diesem hatte etwas Bekanntes. Gestehen muss ich hier nur, dass ich nicht der größte Fan von unserem Zauberer bin und mich innerlich schon auf das Schlimmste gefasst habe.

The School for Good and Evil“ ist ein Fantasyfilm aus dem Jahr 2022, der seit 2022 exklusiv auf Netflix verfügbar ist. Der Film basiert, sofern mich hier Google richtig informiert, auf der gleichnamigen Buchreihe von Soman Chainani. Glaube, brauche euch hier nicht weiterzuerzählen, dass diese für mich absolut unbekannt sind und ich deshalb keine Beurteilung über die Umsetzung geben kann.

Eckdaten zum Film:

Genre: Fantasy, Abenteuer, Action
Regie: Paul Feig
Besetzung: Sophia Anne Caruso, Sofia Wylie, Charlize Theron
FSK/Altersfreigabe: 12 (teilweise 13+)
Laufzeit: Ca. 2 Stunden 27 Minuten 

Kurz worum es geht

Unsere Geschichte führt uns in das Dorf von Galvadon, wo wir auf unsere zwei Hauptcharaktere Sophie und Agatha treffen. Die beiden sind seit Kindesbeinen die besten Freundinnen und könnten in ihrer Art gar nicht unterschiedlicher sein. Sophie träumt davon, eine Prinzessin zu sein an der Seite ihres Prinzen und möchte ihrem Leben einfach nur entfliehen. Agatha dagegen ist eher der bodenständige Typ und scheut nicht davor, ihre Meinung mit Fäusten zu zeigen. Sie wird gerne von den Dorfbewohnern als Hexe betitelt. Das sie auf dem Friedhof wohnt, macht das natürlich nicht besser.

Als sie eines Nachts von einer mysteriösen Kreatur verschleppt und an die Schule für Gutes und Böses gebracht werden, ändert sich alles. Nicht nur, dass die beiden augenscheinlich an die falsche Schule geworfen wurden, so steckt hinter der schönen Fassade doch etwas mehr als gedacht. Sophie und Agatha wollen dem auf den Grund gehen und stellen damit sogar ihre lange Freundschaft infrage.

Mein persönliches Fazit zum Film

Eines muss euch, bevor ihr euch den Film zu Gemüte führt, klar sein. Wir sind hier in einer Welt voller Mysterien und Fabelwesen und Geschichten. Die Welt könnte auf den ersten Blick direkt die Welt von Harry Potter sein. Sogar einen kleinen Wink zu Harry Potter wurde eingebaut. Wer diese nicht mag, könnte sich eventuell etwas fehl am Platz fühlen.

Die Geschichte fängt mit ein paar wirklich guten Effekten an und schafft es diese in meinen Augen auch recht gut aufzubauen. Dies zieht sich auch durch den ganzen Film. Es kommen immer mal wieder größere Effekte wie Zaubersprüche und seltsame Kreaturen ins Bild, die sich wirklich sehen lassen können. Für mich definitiv ein Hingucker und braucht sich nicht zu verstecken. Das die dabei in Szene gesetzten Actionsequenzen jetzt nicht das Niveau eines Herr der Ringe schaffen, ist klar. Wobei, auf Action will der Film hier definitiv nicht hinaus.

Was ich aber definitiv gelungen fand, ist die Darstellung der einzelnen Bereiche der zwei Schulen. Sowohl das Gute als auch das Böse waren richtig gut dargestellt und auch die Schauspieler haben ihren Teil beigetragen, dass die Schulen einen wirklich passenden Eindruck hinterlassen.

Wie jeder guter Film braucht auch dieser hier eine Geschichte. Die hat er und ich würde diese auch als recht passend ansehen. Die Geschichte ist nicht zu ausladend, hat aber genügend Stoff, um euch bei Laune zu halten. Erzählt wird sie auch gar nicht mal so schlecht. Aber auch hier gibt es ein Problem. Zwar nicht vom Film selbst, sondern eher auf meiner Seite. Prinzessin sucht Prinzen und Liebesschnulzen sind halt nicht wirklich mein Thema. Stellenweise wird das auch ziemlich in den Vordergrund gerückt, was bei mir einfach nur in Langeweile ausarten.

Trotzdem muss ich sagen, dass mir der Film recht gut gefallen hat. Dafür hat er mich an vielen Stellen echt überrascht, und die Schauspieler waren allesamt wirklich passend in ihren Rollen. Effekte wissen zu gefallen, Geschichte ist in Ordnung und ich musste nicht erst einmal hunderte Informationen nachschlagen, um sie zu verstehen.

Funfact: Der Film deckt die Geschichte vom ersten Buch der Reihe ab. Laut dem, was ich herausfinden konnte, gibt es insgesamt 6 Bücher. Somit hätten wir sogar mehr Material für weitere Filme. Für den zweiten Teil gibt es zwar einen Teaser, aber Netflix hat sich zum Fortführen der Reihe nicht geäußert. Grundsätzlich wäre ich auch für einen zweiten Teil, da der Cliffhanger am Ende doch recht groß war. Ob und wie es hier weitergeht, steht noch in den Sternen.

Nerdjunk Wertung

Zwar für mich nicht der beste Film aller Zeiten, aber er ist grundsolide. Er geizt stellenweise nicht mit schönen Effekten, und die Schauspieler wissen auch zu gefallen. Die Geschichte ist solide, hat aber für mich etwas zu viel unterschwelligen Liebescharakter. Gut und Böse wird hier wirklich wörtlich genommen, was mir persönlich sehr gefällt. Hatte selbst recht viel Spaß mit dem Film und kann ihn euch zum Zeitvertreib definitiv ans Herz legen. Action gibt es für diese Art von Geschichte genügend, aber man muss halt Fantasy mögen.

Quellenangaben:

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