War Machine von Netflix hinterlässt einen gemischten Eindruck
15.03.2026
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Endlich ein Film mit Action und krachbumm am laufenden Band. Das Internet ist voll mit Werbung für den von Netflix produzierten Film, welcher seit dem 6. März zum Abruf bereitliegt. Doch genau dieser im Vorfeld eher positive Eindruck weicht schnell beim Start. Was mir hier so gar nicht gefallen hat, gibts gleich.

In einem Boot-Camp für die Elite-Abteilung der US-Army Rangers müssen sich die verbliebenen Rekruten einer ultimativen Bedrohung stellen. Inmitten der Wildnis stehen sie plötzlich intelligenten, übernatürlichen Tötungsmaschinen gegenüber.

Startet langsam und flacht dann ab

War Machine ist einer dieser Filme, die in jedem Trailer ziemlich gut aussieht und recht großes Interesse weckt. Leider kann der Film in ziemlich vielen Bereichen einfach nicht das einhalten, was die Trailer versprechen.

Der Start des Films ist eines dieser Beispiele. Man sieht zwei Soldaten, die an ihrem Fahrzeug schrauben und träumen, zu den Rangers zu kommen. Dies wird dann eines der längsten Einstiege in einen Film, den ich je erlebt habe. Hier saß ich dann ca. 15 Minuten und habe mir eigentlich nur Fragen gestellt, ohne eine Antwort zu bekommen. Warum sind die Jungs irgendwo in einer Wüste? Wer sind sie überhaupt und vor allem warum werden sie plötzlich angegriffen? Explosionen und fliegende Körperteile später, mit Rückblicken, die so komplett ohne Sinn eingefügt worden sind, dass ich, um ehrlich zu sein, gar nicht verstanden habe, worum es geht. Eine Einblendung erscheint. 2 Jahre später sitzt eben einer der Soldaten in einem Bus, mit anscheinend anderen Soldaten. Inzwischen sind knapp 20 Minuten vergangen ohne Informationen, und meine Lust, den Film anzuschauen, sank merklich.

Allgemein erleben wir die Geschichte aus den Augen eines Soldaten, der im Film nur Soldat 81 genannt wird. Unterbrochen von mehr oder weniger regelmäßigen Rückblenden zum oben beschriebenen Ereignis versucht er nun wirklich den Rangern beizutreten, um sein Gewissen und den Verlust seines Freundes zu verarbeiten. Um nach ein paar Startschwierigkeiten den Rangern beitreten zu können, muss ein Abschlusstest absolviert werden. Doch dieser läuft nicht ganz so ab, wie sich unsere Soldaten das erhofft haben. Eine außerirdische Kampfmaschine wird fälschlicherweise als das Ziel angesehen und ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

Das größte Problem im Film ist definitiv seine Langatmigkeit. Die Geschichte selbst wäre allgemein nicht wirklich sehr originell. Diese aber so langatmig und monoton zu erzählen, ist aber eine ganz andere Geschichte. Erst nach der Hälfte des Films geht es theoretisch los. Der Kampf gegen die Alienmaschine ist auch mehr eine Art Running Man ohne wirkliche Spannung. Beim ersten Anblick habe ich hier einen Walker aus den alten Robocop Filmen gesehen.

Stellenweise sehr blutig und flott in Szenen gesetzt, schafft es der Film mich nicht zu packen. Dabei hat er definitiv ein paar Highlights, die leider einfach zu stark untergehen bei dem generischen Rest. Hier könnte Netflix wirklich mal wieder anfangen, mehr Qualität produzieren zu lassen. Optisch und effektlastig ist er schon recht gut in Szenen gesetzt. Da kann man an sich nicht meckern.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich erwarte eigentlich nicht, dass es in Filmen realistisch und vor allem alles plausibel ist. War Machine schafft aber genau hier alles in die Tonne zu werfen. Es nimmt sich zu viel und mischt diese so zusammen, dass einfach alles recht wenig Sinn macht. Um ehrlich zu sein, kann man den Film in knapp 2 Sätzen zusammenfassen. Mehr Inhalt hat er enttäuschenderweise nicht zu bieten.

Für einen sinnlosen Abend kann ich euch den Film absolut ans Herz legen. Alle anderen lassen die Finger davon oder schauen ihn an, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

Nerdjunk Wertung

War Machine ist jetzt keine komplette Gurke, aber ungünstigerweise auch nichts, was ich gezielt anschauen würde. Effekte und Action passen stellenweise zu der extrem langweilig erzählten Geschichte. Hier reihen sich zu viele nicht wirklich zusammenhängende Szenen an die andere und erzeugen so gänzlich keine Spannung. Für einen ruhigen Abend, um den Kopf abzuschalten, würde ich euch den Film empfehlen. Es ist alles einfach zu Standard, um irgendwo aus der Masse hervorzustechen. So bleibt es nur ein ganz passabler Film für zwischendurch.

Quellenangaben:

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Sanel

Gründer von nerdjunk.de und vollkommen planlos in die Erstellung gegangen. Liebt Manga, Anime, Games, Movies und vieles mehr, womit man seine Zeit sinnlos füllen kann. Spaß muss es machen. Die Zeit für das Hobby fehlt, aber daran sind wie immer die anderen Schuld.

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