Demon City für euch auf Netflix angesehen
22.03.2026
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Es war wieder so weit, und ich habe mir im Anflug eines schwachen Moments einen Film auf Netflix ausgesucht. Oder sagen wir, dies hat der Zufallsknopf in meiner Tracking App vorgeschlagen.

Suhei Sakata war ein Serienkiller, wie ihn die Welt nie haben wollte. Präzise und rücksichtslos und mit 100 % Präzision erledigte er seine Aufträge. Doch als eines Tages seine Tochter und seine Frau vor seinen Augen ermordet wurden, änderte sich alles schlagartig. Eine aufstrebende Organisation namens Kimen-gumi, die im Hintergrund operiert, misslang die Tötung von Sakata selbst und dieser fiel in ein zwölfjähriges Koma. Nachdem er plötzlich wieder aus dem Koma erwacht, macht er sich auf den Weg, die Mörder seiner Familie zur Strecke zu bringen.

Hier ein paar Eckdaten über den Film selbst:

7. Februar 2025 auf Netflix | 1 Std. 46 Min.

Regie: Seiji Tanaka |

Drehbuch: Seiji Tanaka

Besetzung: Tôma Ikuta, Masahiro Higashide, Miou Tanaka

Originaltitel: Oni goroshi

Meine Meinung zum Film ist gemischt

Asiatische Filme haben für mich immer einen kleinen bitteren Nachgeschmack. Dies ist bei Demon City auch nicht wirklich anders. Dabei hat er eine grundsolide Idee, was unsere Geschichte angeht.

Genau das ist auch der größte Kritikpunkt am ganzen Film. Die Geschichte selbst hätte so viel Potenzial, dass ein richtig guter Film dabei hätte entstehen können. Ich weiß, wirrer Satz, aber ihr versteht, was ich meine. In den ersten 10 Minuten geht es schon brutal los. Sakata dringt in ein Haus ein und prügelt sich mit einem Schlachtermesser durch die Unmengen an Gegnern. Wer Action mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Wer es realistisch mag, eher weniger. Unser Sakata ist gefühlt ohne Schmerzrezeptoren geboren und nimmt auch mal gerne Stiche in die Nierengegend, ohne wirklich ein Problem damit zu haben.

Vorangetrieben wird die Geschichte dabei leider immer wieder von recht losen Szenen, die keinen wirklichen Bezug auf unsere Charaktere aufbauen können. Von der Geschichte selbst wollen wir hier nicht reden. Es fühlt sich mehr so an, als wären die Menschen um unseren Sakata nur Statisten, die ohnehin gleich das Zeitliche segnen. Sofern einer noch die alten Star Trek Filme kennt, wird das bestimmt noch kennen. Sobald eine unwichtige Person ein Wort erzählt, wird sie noch in der gleichen Folge sterben. Nur mit dem Unterschied, dass in Demon City so ziemlich alles stirbt, was Sakata in den Weg kommt.

Leider wird durch die genannten Punkte oben der Film ziemlich emotionslos. Die guten Kämpfe und auch die in meinen Augen wirklich guten Schauspieler schaffen es nicht, die Fehler auszugleichen. Hier ist einfach zu wenig, was uns in die Geschichte hineinziehen kann.

Die Szenen an sich waren ordentlich gedreht und haben sich jetzt keine groben Schnitzer geleistet. Die Action wurde schön in Szene gesetzt und das Ende war auch ziemlich brutal in meinen Augen. Das der Film recht flach geendet hat, war für mich dann nur die konsequente Fortsetzung und Darstellung vom Anfang des Films.

Trotzdem hatte ich Spaß, diesen Film anzusehen. Klingt seltsam, ist es aber nicht. Viele der Anspielungen im Film bringen einen dazu, sich selbst ein Gerüst der Geschichte aufzubauen. Da ich hier nicht viel vom Film erwartet habe, wurde ich zwar nicht enttäuscht, aber richtig positiv überrascht war ich auch nicht. Ich hatte einfach Spaß an den Kämpfen und beim Rest habe ich mir meine Gedanken gemacht.

Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass sich der Film für mich so weit gelohnt hat. Trotz der Schwächen hat er etwas, was mich dazu verleitet hat, dranzubleiben. Wer also ein paar Stunden überbrücken möchte, ist hier gut aufgehoben. Eine komplette Empfehlung kann ich aber nicht aussprechen. Macht euch wie immer am besten selbst ein Bild.

Sofern ihr ihn angesehen habt, sagt mir gerne eure Meinung in den Kommentaren. Vielleicht habe ich den Film einfach nur nicht verstanden.

Nerdjunk Wertung

Erfindet das Action Genre nicht neu, aber dafür zeigt er sich von seiner brutalen Seite. Recht brutale Kämpfe versuchen, die etwas flache Story auszugleichen. Zugleich kämpft der Film selbst mit etwas wirren Szenen und nicht wirklich zusammenhängenden Abschnitten. Trotzdem hat der Film mir so weit gefallen. Er ist definitiv kein Blockbuster, aber anschauen lohnt trotzdem. Guter Film, um sich etwas die Zeit zu vertreiben.

Quellenangaben:

Fediverse-Reaktionen

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Sanel

Gründer von nerdjunk.de und vollkommen planlos in die Erstellung gegangen. Liebt Manga, Anime, Games, Movies und vieles mehr, womit man seine Zeit sinnlos füllen kann. Spaß muss es machen. Die Zeit für das Hobby fehlt, aber daran sind wie immer die anderen Schuld.

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