
Share it
Nachdem ich schon beim ersten Band angefixt worden bin, konnte ich nicht anders und habe mir die nächsten zwei geholt. Leider habe ich dann auch festgestellt, dass Haikaisha: Der Grenzgänger nur aus drei Bänden besteht. Um ehrlich zu sein, habe ich mich hier auf eine etwas längere Geschichte eingestellt.
Allein schon, dass die Geschichte nun zu Ende ist, musste ich auch einen etwas anderen Blick auf die Bände legen. Sollte jemand glauben, dass dies negativ gemeint ist, kann ich beruhigen. Ich mag die Kurzgeschichte.
Eine groteske Gestalt, unsichtbar für die meisten Menschen, durchstreift die belebten Züge der Stadt. Mit einer riesigen, rostigen Schere bewaffnet und gekleidet in die Uniform eines Bahnwärters, hinterlässt diese Kreatur allerorts verstümmelte Leichen. Die junge Studentin Tsukiko Hiyama kann dieses Monster sehen und fürchtet deshalb tagtäglich um ihr Leben. Aus Angst davor, die Aufmerksamkeit des Scherenwesens auf sich zu ziehen, muss sie tatenlos dabei zusehen, wie es seinen Opfern auflauert. Doch als ausgerechnet ihr Ex-Freund ins Visier des Monsters gerät, muss sie handeln …
Klappentext von Band 2 und 3


Kurz und knapp
Eigentlich gibt es hier nicht wirklich viel zu erzählen, um ehrlich zu sein. Jedes Wort könnte euch hier spoilern und euch den Spaß nehmen, selbst in die Kurzgeschichte einzutauchen. Deshalb werde ich mich hier wirklich oberflächlich halten und erklären, warum ich vom Manga positiv überrascht worden bin.
Hier wäre definitiv der Zeichenstil ein positiver Punkt. Dieser sieht nicht nur richtig gut aus und passt in vielen Szenen wirklich wie die Faust aufs Auge. Es wird alles schön klar dargestellt, ohne den Blick einmal komplett schräg halten zu müssen. Hier hatten wir ja schon ein paar negative Beispiele auf dem Blog.
Was ich beim ersten Band relativiert und eventuell ein wenig negativ angesehen habe, ist nun dank der Kürze der Geschichte auch für mich Geschichte. Sofern man wirklich hier nur die Länge des Mangas sieht, wird einem klar, warum einige Stellen kürzer gehalten worden sind. Auch, dass vieles nicht ganz so ausufernd erzählt worden ist, macht jetzt mehr Sinn und sehe ich auch nicht als negativ an. Ich werde lieber gut unterhalten, als unnötig in irgendwelche komplett sinnlosen Dialoge hineingezogen zu werden. Das passt also für mich.
Grundsätzlich wurde ich allgemein wunderbar unterhalten und habe auch richtig Spaß am Manga gehabt. Das Ende, wie jedes Ende, ist eben Geschmackssache. Hier hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr Happy End gewünscht, als wir bekommen haben. Fairerweise war das Ende aber jetzt nicht schlecht, sondern eher vorhersehbar. Selbst unsere Charaktere haben alle noch einmal einen recht großen Schub bekommen, was sie mir um einiges sympathischer gemacht hat.
Alles mal schnell zusammengefasst bedeutet das nur, dass der Manga eine Chance verdient hat. Die Geschichte ist in Ordnung und nicht ausufernd, dafür bodenständig und schön in Szene gesetzt. Viel falsch wurde nicht gemacht. Aber im Ernst. Wer erwartet das bei einer kurzen Geschichte?


Nerdjunk Wertung
Überraschend kurz und dafür ziemlich kurzweilig. Der Manga hat ein wenig Horror, genügend Witz und auch ein paar ernstere Stellen zu bieten, die das Ganze nicht langweilig werden lassen. Der Kürze geschuldet zwar kein Meilenstein, was Geschichte angeht, aber das ist nicht nötig. Würde mir hier sogar wünschen, einen extra Band zu bekommen, um zu sehen, was aus unseren Charakteren geworden ist. Wer also was für das Wochenende braucht, ist hier gut bedient.
Quellenangaben:
- Bilder von Nerdjunk.de erstellt




