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Vor zehn Jahren öffnete sich das »Gate«, das die reale Welt mit der Welt der Monster verbindet. Seitdem jagen Menschen im Gate nach Monstern. Diese Jäger werden Hunter genannt. Jin-Woo Sung ist einer dieser Hunter, allerdings nur vom schwächsten Rang E. Er schlägt sich mehr schlecht als recht durch diese Welt. Doch in einem der Dungeons, den er durchforstet, erhält er unerwartet eine Quest, die es ihm ermöglicht, seinen Level zu steigern, wenn er sie erfüllt. Kann er sich so wirklich nach oben kämpfen und zum stärksten aller Hunter werden?
Quelle: https://altraverse.de
Denke, die Geschichte rund um Hauptcharakter Jin-Woo Sung brauchen wir hier nicht groß ins Detail zu gehen. Diese sollte für die meisten inzwischen bekannt sein. Ebenso, dass die Solo Leveling Reihe mit dem 15. Band sein offizielles Ende gefunden hat.
Hier muss ich gestehen, dass ich mit dem Manhwa erst angefangen habe, nachdem ich auf Crunchyroll den Anime dazu gesehen habe. Mit 4.9 Sternen und knapp 970.000 Bewertungen schneidet dieser auch extrem gut ab. Von dem Hörensagen ausgehend war ich natürlich sehr gehypt und machte mich dann daran, Solo Leveling für mich zu entdecken.
Die positiven Dinge
Das Internet vergisst nie und vor allem verzeiht das Internet auch nie. Die Bewertungen selbst reichen hier von ganz ok bis zur absoluten Weltklasse. Selbst gehöre ich zu der Kategorie, die sich hauptsächlich positiv zu der Serie bekennt.
Das liegt einfach daran, dass mir die Geschichte wirklich gut gefällt. Die Charaktere sind interessant und unser Protagonist Jin-Woo ist ein Sympathieträger, den ich in dieser Weise lange nicht gesehen habe. Anfänglich nur als schlechtester Hunter dargestellt, entwickelt er sich im Laufe der Geschichte zum stärksten und mächtigsten Kämpfer, den diese Welt je gesehen hat.
Sowohl der Manhwa als auch der Anime strotzen nur noch von wirklich gut gezeichneten und genial dargestellten Kämpfen. Der Detailreichtum ist eine Sache, die durchweg eingehalten wird. Wo andere Zeichner öfter mal weniger machen, legt hier Chugong meistens noch einen drauf. Es macht einfach Spaß, der Geschichte zu folgen und den langsamen Aufstieg von Jin-Woo zu beobachten.
Im Verlauf der Erzählung wird es gefühlt auch nie langweilig. Hier gibt es keine großen Lückenfüller oder lang gezogene Passagen, die den Leser bzw. Zuschauer bei der Stange halten sollen. Hier geht es Schlag auf Schlag weiter, ohne dass es wirklich langweilig wird.
Die negativen Dinge
Wie sage ich das, ohne dass es komplett bescheuert klingt? Die größte Schwäche, die Solo Leveling hat, ist irgendwie auch das, was es in vielen Teilen positiv macht. Klingt doof, ich weiß. Aber lasst mich kurz erklären.
Der erste Punkt in dieser recht kurzen Liste ist die Geschichte selbst und wie wir diese erzählt bekommen. Obwohl ich oben schon gesagt habe, dass es Spaß macht, der Geschichte zu folgen, muss ich auch sagen, dass diese nicht unbedingt sehr ausgeprägt ist. Große Storystränge sucht man hier vergebens. Hier wird genaugenommen immer sehr wenig ausgeholt und vieles bleibt recht oberflächlich. Die Charaktere selbst werden hier auch nicht wirklich tiefgründig erklärt. Nur so viel, dass es zur derzeitigen Situation von unserem Jin-Woo passt. Erzählerisch merkt man dies meistens an ein paar Lücken und Sprüngen bei den Geschehnissen.
Hier schafft es Solo Leveling trotzdem, dass die Charaktere interessant und sympathisch rüberkommen. Es ist einfach schwer zu erklären. Die Kämpfe und die tollen Zeichnungen holen halt sehr viele Pluspunkte und allgemeine Begeisterung für die Serie heraus.
Der zweite Punkt ist unser Jin-Woo Sung. Ja, ihr lest richtig. Er ist nach dem Abschluss der Serie meine absolut größte Schwäche. Er ist sympathisch und auch ein absoluter Sympathieträger in meinen Augen. Der Aufstieg vom Nobody zum größten Wesen in der Geschichte des Seins ist toll und gut in Szene gesetzt. Doch ab einem bestimmten Punkt ist er einfach zu mächtig. Er hat einfach so gänzlich nichts, was ihn aufhalten könnte. Die Kämpfe selbst schaut man sich dann nur an, weil sie so gut dargestellt werden.
Versteht mich nicht falsch. Seine Fähigkeiten sind absolut toll, aber diese kann er ohne Nebenwirkungen nutzen. Die paar Einschränkungen vom Start der Geschichte gibt es später nicht mehr. Jeder Kampf verläuft später nach dem gleichen Prinzip. Es wird einfach eintönig im Laufe der Zeit.
Da einiges sich so aufsummiert, verliert Solo Leveling hier recht viele Sympathiepunkte.
Lohnt sich das Ding jetzt überhaupt?
In meinen Augen lohnt sich Solo Leveling definitiv. Bild und Ton und die Action passen einfach super. Eine tiefgründige Geschichte kann es zwar beim genauen Hinsehen nicht bieten, aber das muss er nicht. Wer hier ein paar Abstriche machen kann, macht definitiv nichts falsch.
Für einige vielleicht interessant, dass der Manhwa die Geschichte im 13. Band eigentlich abschließt. Die folgenden zwei Bände dienen eigentlich der Auflösung bzw. zeigen unsere Charaktere, was mit ihnen passiert ist. Persönlich muss ich sagen, dass der 14. Band auch hätte wegbleiben können. Dieser war recht langweilig und gänzlich ohne jedes Interesse. Der 15. Band dagegen war interessant, doch auch hier eher beiwerk.
Zum Abschluss gibt es noch die kompletten Titelseiten des Manhwa der deutschen Ausgabe:















Nerdjunk Wertung
Solo Leveling kann ich euch nach Abschluss definitiv ans Herz legen. Die Geschichte ist super in Szene gesetzt und auch recht flott. Die oben genannten negativen Punkte habe ich persönlich jetzt nicht unbedingt als so negativ angesehen. Dafür macht der Manhwa einfach zu viel zu gut. Wer also eine Geschichte mit ein paar größeren Lücken und erzählerischen Stolpersteinen mag, ist hier gut bedient. Mit gut 16 Euro pro Band sind wir aber nicht wirklich günstig unterwegs.
Quelltext:
- Bilder selbst erstellt aus der eigenen Sammlung








