Update: Hautpflasterallergie nervt ungemein bei einer Insulinpumpe
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I 01.02.2026

Hatte euch in den vergangenen Wochen berichtet, dass mich derzeit das Infusionsset etwas Nerven kostet. Im Besonderen natürlich der Kleber für das besagte Orbit-Infusionsset der Firma YpsoMed. Auch, dass ich mir für leider zu viel Geld Hautschutztupfer bestellt habe, die in meinem Fall absolut nichts geholfen haben. Wobei, ganz ohne Wirkung waren sie nicht. Sie haben es geschafft, die Reaktion auf das Pflaster zu minimieren. Bedauerlicherweise aber auch nur um knapp 24 Stunden.

Die Haut selbst fängt auch erst am nächsten Tag an zu jucken, und nach dem Abziehen bleiben die unschönen, geröteten Stellen, die im Nachhinein etwas verkrusten. Deshalb blieb mir nichts anderes übrig, als auf Plan B zu schwenken und ein anderes Mittel zu testen. In meinem Fall war dies ein Spray namens Cavilon, welches eigentlich bei einer anderen Erkrankung genommen wird.

Cavilon als letzte Lösung?

Hier muss ich sagen, dass es mehr oder weniger die letzte Lösung für mich bedeutet. Zwar gäbe es hier andere Lösungen, diese sind aber finanziell etwas schwierig. Beim Sensor hast du im Monat maximal 4 Wechsel mit einem defekten Sensor inklusive. Bei der Pumpe musst du jeden zweiten Tag das Infusionsset wechseln. Hier die damaligen Lösungen zu nehmen, wäre leider etwas zu viel des Guten.

Begeisterung sah auch bei Cavilon beim ersten Versuch anders aus. Hier hatte ich das gleiche Problem wie mit den Tupfern. Nach einem Tag ging das Jucken los und nach dem Abziehen war es immer noch stark gerötet. Nicht gerade gut gelaunt machte ich mich an den zweiten Wechsel. Nach dem Motto „Viel hilft viel“ habe ich diesmal einfach dreimal gesprüht. Wisst ihr was? Es wurde wirklich besser. Absolut kein Jucken und die Rötung wurde weniger.

Dies musste man doch irgendwie nutzen können. Also dann beim dritten Mal einfach 5 Mal gesprüht. In der Hoffnung, dass die Schutzschicht dick genug wird, um den Kleber nicht an die Haut zu lassen. Dafür habe ich einfach die Taktik gewechselt. Stelle ausgesucht und einmal gesprüht. Trocknen lassen, bis die Stelle komplett trocken ist, und die nächste Schicht aufsprühen. Zwar dauert dies etwas, aber das Ergebnis spricht für sich. Absolut keine Reaktionen. Nach dem Abziehen des Infusionssets sieht man nur die ganz leicht geröteten Stellen, bei denen das Pflaster auflag, und eine winzige Verhärtung, wo die Nadel durch die Haut ging. Ich bin begeistert.

Trotzdem bleibt auch hier ein bitterer Beigeschmack. Die Stelle selbst verschwindet nicht. Nach 5 Tagen sieht man diese immer noch. Somit hilft es in meinem Falle leider nur bedingt.

Neue Hoffnung dank Diabetesberaterin

Meine Diabetesberaterin weiß bezüglich der Allergie Bescheid und wir haben so ziemlich alles durch, was man testen kann. Als mögliche Alternative hat sie mir hier noch ein Inset-Infusionsset gegeben. Dieses hat einen anderen Kleber und ich sollte es einfach testen. Gesagt und getan. Habe auf Anraten einfach die Nadel abgeschnitten und das Set aufgeklebt, um zu sehen, ob ich darauf reagiere. Nach knapp 3 Tagen war absolut nichts zu sehen. Sofern alles gut geht, werde ich das neue Infusionsset in den nächsten 5–10 Werktagen erhalten und beten, dass es damit keine Probleme gibt.

Einen kleinen Nachteil gibt es hier enttäuschenderweise. Das Inset gibt es nur als Teflonnadel. Teflon hat beim letzten Mal so gar nicht funktioniert, da sich die Nadel immer verbogen hat und ich oft ohne Insulin dastand. Entweder lief das Insulin gar nicht erst in den Körper oder die Pumpe hat gemeckert, dass irgendwas nicht stimmt. Sollte dies schiefgehen, war es das bedauerlicherweise mit der YpsoPump für mich.

Wie es hier für mich weitergeht, erzähle ich euch, sobald es etwas Neues gibt. Ich für meinen Teil möchte die YpsoPump nicht mehr missen. Der Algorithmus funktioniert einfach super bei mir.

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Sanel

Gründer von nerdjunk.de und vollkommen planlos in die Erstellung gegangen. Liebt Manga, Anime, Games, Movies und vieles mehr, womit man seine Zeit sinnlos füllen kann. Spaß muss es machen. Die Zeit für das Hobby fehlt, aber daran sind wie immer die anderen Schuld.

2 Kommentare

  1. Frittenfett

    @nerdjunkblog Mein Sohn steht gerade vor der Entscheidung, ob er eine Pumpe möchte oder nicht. Seine größte Sorge ist gerade, dass die Nadel im Körper spürbar ist und weh tut. Oder auch, dass das setzen schmerzhaft ist. Merkst du beim tragen einen unterschied zwischen Teflon und Metall?

    • Grundsätzlich würde ich sagen, dass es hier nichts zum Überlegen gibt. Eine Pumpe ist so eine Erleichterung, dass die eventuell negativen Gedanken keinen Einfluss haben sollten. Was das Setzen angeht, ist dies mit dem Setzen des Sensors gleichzusetzen. Ich bin recht gut gepolstert und merke hier beim Setzen überhaupt nichts. Mit dem Inserter von YpsoMed ist das auch so schnell passiert, dass du gar nicht reagieren kannst. Die Nadel selbst merke ich ebenfalls nicht. Fühle mich aber mit Stahl sicherer, da diese nicht abknicken kann. Da Teflon nachgibt, empfinden viele diese als angenehmer. Hier am besten einmal testen, was einem mehr liegt.

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