Angeschaut: Der Astronaut – Project Hail Mary


Von Sanel
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Quelle: Amazon.de

Es ist jetzt knapp 3 Wochen seitdem Anschauen des Films vergangen und ich bin bisher nicht wirklich sicher wie man das ganze beschreiben kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand Fantasy oder SciFi mag oder nicht. Es gibt einiges zu meckern, aber auch verdammt viel Gutes. Trotzdem bleibt das gewisse Etwas ein wenig auf der Strecke. Ob es an mir liegt oder am Film ist schwer zu sagen.

Licht und Schatten

Wie oben schon gesagt wird es hier etwas kompliziert. Das ist zum einen nicht der wirklich schwer zu folgenden Geschichte geschuldet, sondern dem Ganzen an sich. Grace selbst ist kein Astronaut oder ein Held, sondern einfach nur ein Lehrer der nicht wirklich ernst genommen wird. So findet er sich plötzlich alleine auf einem Raumschiff ohne Erinnerungen. Ab diesen Augenblick geht es eher langsam und gemütlich mit der Geschichte voran. Hintergrundwissen bekommen wir durch mal mehr oder weniger eingeblendete Rückblicke und Geschehnisse gezeigt.

So erfahren wir, dass die Erde und andere Planeten dem Untergang geweiht sind. Die Sonne ist krank und muss irgendwie gerettet werden. Nicht nur das die Erde versucht zu überleben so auch die Spezies unseres außerirdischen Freundes. Vom langsamen Annähern bis zum Anfreunden wird uns das recht spaßige Drama unterhaltsam gezeigt. Angefangen von dem ersten Kontakt bis zur gemeinsamen Rettungsmission wird alles gezeigt. Dabei sind Grace und Rocky wahrscheinlich das sympathischste Duo was seit Langem im Film gezeigt worden ist. Kulturelle Gemeinsamkeiten gleich null.

Optisch braucht sich der Film definitiv nicht zu verstecken. Alles ist gefühlt realistisch dargestellt und lässt so einige SciFi Franchise alt aussehen. Trotzdem hätte ich hier etwas zu meckern. Die Rückblicke sind hier mein größtes Problem, was die Optik angeht. Im All wird alles richtig schön und knacken scharf dargestellt, während es auf der Erde recht trostlos aussieht. Dabei meine ich nicht unbedingt die Ausgangssituation, sondern die Art wie das Ganze gefilmt worden ist. Hatte hier mehr das Gefühl als hätte man eine Retro-Kamera genommen und dann einfach drauflos gefilmt.

Idee toll. Schauspieler toll. Außerirdischer toll. Trotzdem hat der Film etwas an sich was es für mich nicht zum Toptitel machen kann. Freundschaft von Rocky und Grace ist spaßig und dramatisch zugleich und wirklich toll gezeigt, aber es wirkt alles zusammengewürfelt. Stellenweise durch gerannt und nicht harmonisch. Dann wieder extrem dramatisch nur um danach eine Vollbremsung zu machen. Das die Menschheit gerade dabei ist komplett aus der Existenz ausgelöscht zu werden, vergisst man gerne mal. Alleine das macht es etwas schwierig. Will der Film witzig, dramatisch oder actionreich sein? Er hat alles aber nichts davon ist wirklich herausragend.

Dies ändert aber nichts daran das ich wirklich Spaß hatte, den Film zu schauen. Ein Gefühl meine Zeit zu verschwenden, hatte ich nicht und am Ende musste ich mir auch ein Tränchen verkneifen. Trotz der vielen wirklichen guten Ideen und Umsetzungen passt für mich das große und ganze nicht komplett zusammen. Hier muss ich einfach sagen, dass es ein guter Film ist, der sich lohnt, gesehen zu werden.

Nerdjunk Wertung

Ein wirklich guter Film mit ein paar Mängeln. Der Anfang gestaltet sich etwas zäh und die Rückblicke ebenso. Sie helfen der Geschichte aber ziehen oft einen aus der Handlung raus. Rocky ist eine coole Socke und allgemein ist der Witz im Film wirklich gut gelungen. Optisch ebenfalls kaum zu meckern. Ich habe sogar gelegentlich vergessen, dass es sich um ein Drama handelt. Ich mag den Film an sich aber ein Highlight ist er definitiv nicht. In diesem Sinne: Fist my Bump !!!

Quellenangaben:

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