Wistoria: Wand and Sword – Staffel 1+2
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Will hegt den großen Traum, eines Tages ein mächtiger Magier zu werden. Doch sein Plan enthält einen entscheidenden Fehler: Er kann keine Magie wirken. Trotz der reservierten und manchmal eisigen Blicke seiner Mitschüler und Lehrer lässt Will sich nicht beirren und bleibt seinem Ziel mit unerschütterlicher Entschlossenheit treu. Er kann zwar keinen Zauberstab benutzen, aber er kann sich mit dem Schwert verteidigen
Quelle: https://www.crunchyroll.com
Ich muss gleich mit einem kleinen Geständnis den Beitrag starten. Ich habe bei Wistoria ausnahmsweise nicht den Manga als Erstes gelesen, sondern habe direkt mit dem Anime angefangen. Was auf den ersten Blick einfach eine andere Version von Mashle aussah, hat sich dann mit der Zeit richtig schön weiterentwickelt.
Wills Reise beginnt
Unsere Geschichte erzählt die Geschichte von Will Serfort. Selbst wenn es Crunchyroll so darstellt, als wolle Will ein großer Magier werden, ist dem nicht so. Er möchte die Schule der Magier erfolgreich bestehen, um den Turm der Magia Vende erklimmen zu können. Ganz oben wartet seine Jugendfreundin, die bereits zu den stärksten Magiern zählt.
Leider gestaltet sich der Weg zu seinem Ziel nicht ganz so einfach wie erhofft. Um die Schule zu bestehen, muss Will im Gegensatz zu seinen Mitschülern komplett ohne magische Fähigkeiten auskommen. Da es glücklicherweise noch andere Wege gibt, den Abschluss zu bekommen, besinnt sich Will auf seine Fähigkeiten. Umgeben von Magiern ist er der einzige Krieger, der sich mit Schwert und einer außerordentlichen Portion körperlicher Kraft den Gefahren in dieser Welt stellen kann.
Als kompletter Außenseiter und als minderer Mensch angesehen, da er keine Magie nutzen kann, lässt sich Will aber nicht beirren und lernt fleißig und kämpft um jeden Punkt im Dungeon der Schule. Nur um seinem Ziel ein Stück näherzukommen. In einer Welt voller Magier ist er der einzige Krieger.
So ein toller Anime
Ich bin gerade nicht sicher, wie ich euch das Ganze etwas näher bringen kann. Wistoria hat so viele gute Punkte, an denen man ansetzen kann, und es wird dem Anime dann nicht gerecht, sich nur ein oder zwei Punkte auszusuchen. Dies fängt schon direkt mit unserem Hauptcharakter an. Dieser ist nicht wie Mash einfach nur ein Hau drauf mit 3 Hirnzellen, sondern ein kluger gewissenhafter junger Mann, der weiß, was er will. Statt sich einfach ohne Hirn komplett durch die Welt zu prügeln, überlegt er sich seine Schritte und weis auch, wie sein Stand in der Gesellschaft ist.
Oft erleben wir, wie er sich Gedanken macht, um seine Mitmenschen und um seine Unfähigkeit, Magie zu nutzen. Das Mobbing und das Ausgrenzen an der Schule hinterlassen mit der Zeit auch bei ihm recht große Spuren, die ihn auch wirklich prägen. Nichts wird ihm in die Wiege gelegt und so muss Will um seinen Platz im wahrsten Sinne des Wortes kämpfen.


Ebendiese Kämpfe sind einfach so toll in Szene gesetzt, dass es eine Wucht ist. Sie sind schnell und wirklich ausgezeichnet inszeniert. Selbst einen guten Teil der Geschichte haben sie darin eingebettet ohne das es übertrieben oder extrem langweilig herüberkommt. Hier entwickelt sich wirklich alles weiter. Dabei bleibt das nicht nur an Will hängen, sondern auch an seinen Begleitern. Sie lernen einander kennen und wenn man es so möchte auch lieben. Sie entwickeln sich weiter und stellen fest, dass die Magie nicht alles ist.
Die Entwicklung der ganzen Charaktere und deren Hintergrundgeschichte ist einfach schön erzählt und macht auch im weiteren verlauf Sinn. Bei Wistoria ist eigentlich nicht immer alles nur schwarz und weiß, sondern muss stellenweise auch zwischen den Zeilen gelesen bzw. gesehen werden.
Im Laufe des Anime werden sogar feinde langsam zu freunden. Die in meinen Augen eher so ein wenig als nettes Beiwerk angesehene Charaktere entwickeln sich zu einer eventuellen Bedrohung und auch sonst gibt es recht viel was der positiven Entwicklung im Wege stehen kann. Für mich also absolut gut erzählt und in der passenden Geschwindigkeit.
Sehr gelungen und oft super in Szene gesetzt sind, die kämpfe. Der immer wirklich tolle Zeichenstil trägt einfach zu der Gesamtatmosphäre bei. Egal, ob dunkle höhle oder feurige Lava im weg von Will stehen. Die Frisur und die Animationen sitzen. Kämpfe sind wuchtig und flott und machen einfach nur Laune. Habe hier ein paar kämpfe mindestens 20 Mal gesehen, weil es so gut gepasst hat. Die japanischen Stimmen habe ich auch extrem positiv aufgenommen. Alleine die Zaubersprüche oder die Aussprache der Fähigkeiten sind genial.
Meckern wäre hier auf sehr hohem Niveau. Die Geschichte ist gut aber nicht wirklich neu. Animationen sind klasse aber gelegentlich merkt man schon das vereinzelt vielleicht etwas gespart worden ist. Trotzdem hatte ich so verdammt viel Spaß das Wistoria derzeit mein Anime der Wahl ist, wenn mir langweilig ist. Vieles greift einfach so schön ineinander über, ohne einen zu überfordern oder zu Tode zu langweilen.




Nerdjunk Wertung
Ein Anime wie er mir gefällt. Hier passt alles so schön zusammen, dass es eine Freude ist diesen anzuschauen. Gute aber nicht zu überladene Geschichte. Schöne Charaktere mit schwächen, ohne einen, auf die Nerven zu gehen. Animationen und Kämpfe sind eine Wucht und auch sonst könnte man nur kleine Details anmeckern. Für mich aber keine Rede Wert. Der Anime lohnt sich und ist ein Muss.
Quellenangaben:
- Bilder aus der https://sofatime.app



