Angeschaut: The Exiled Heavy Knight Knows How to Game the System
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Elymas Edvaughn steht ein großer Tag bevor. Er erhält endlich seine Klasse um als Abenteurer starten zu können. Als adeliger Abkömmling steht er unter Druck seine Pflichten und vor allem dem ansehen, der Familie nicht zu schaden. Wie es der Zufall so will, kommt es leider nicht so wie geplant. Statt eine angesehene Klasse wie den Schwertmeister zu bekommen, wird er mit der Klasse eines Schweren Ritters ausgestattet. Völlig entsetzt wird Elymas daraufhin von der Familie verstoßen und selbst sein Vater stößt ihn als seinen Sohn ab. Als große Schande wird diese Klasse angesehen, da sie keine wirklichen Vorteile im Kampf bringen. So macht sich Elymas nun auf den Weg, um zu zeigen, was seine Klasse zu leisten vermag.
Als Spross eines noblen Hauses wird Elymas Edvaughn verstoßen, als ihm die Klasse „Schwerer Ritter“ zugeteilt wird, die als unnütz und mangelhaft gilt. Doch Erinnerungen an ein vorheriges Leben lassen ihn erkennen, dass diese Welt Gemeinsamkeiten mit einem VR-Spiel aufweist, das er einst meisterte. Gewappnet mit exklusivem Wissen beweist er, dass die „schwächste“ Klasse Großes zu leisten vermag.
Beschreibung von Crunchyroll: https://www.crunchyroll.com

Braucht etwas aber wird besser
Direkt zu Beginn lernen wir, wie das Leben in dieser Welt auszusehen hat. Die Klasse selbst ist der Dreh- und Angelpunkt in dieser Welt. Jeder möchte die beste Klasse haben um ein Leben als Abenteurer starten zu können. An sich erst einmal eine grundsolide Geschichte, die etwas Probleme hat am Anfang einen zu greifen. Daran ist zu Beginn auch Elymas direkt schuld. Im Gegensatz zu seinen Mitmenschen hat er absolut nichts dagegen ein Schwerer Ritter zu sein, sondern freut sich auch noch darüber. Ohne ein Wort zu sagen, erfahren wir nebenbei das diese Welt einem virtuellen Spiel ähnelt und er alle Erinnerungen daran hat. Oder es wurde einfach so subtil erzählt, dass ich es nicht wirklich wahrgenommen habe.
Visuell kann der Anime in großen Teilen überzeugen. Es ist alles ziemlich detailliert gezeichnet. Charaktere und Animationen sehen gut aus. Schatten gibt es auch hier. Das Studio nutzt gerne CGI für einige Szenen, die ein wenig das Gefühl herausnehmen. Besonders hier muss ich die fliegende Rundfahrt Szene nehmen. Kamera fliegt auf die Stadt zu und segelt dann gemütlich durch die Straßen. Die Stadt sieht so weit in Ordnung aus, aber sie hebt sich optisch und vom Stil deutlich vom Rest ab. Das Gefühl, das dies nicht wirklich zusammenpasst, kommt bei mir direkt auf. Es war einfach so als würde man eine Szene aus einem anderen Anime nehmen und sie versuchen dort zu integrieren. Schlimmer finde ich aber, dass es einfach irgendwie Ruckelig herüberkommt. Ein wenig mehr mühe, wäre hier definitiv von Vorteil. Da sich das ganze recht oft wiederholt wird hier auch gerne einmal die Laufzeit der Folge unnötig in die Länge gezogen.
Leider kommt dies auch an anderen stellen vor wie z. B. wenn man das Treiben in der Stadt angezeigt bekommt. Der Hintergrund und die Charaktere haben plötzlich einen anderen Stil, der sich seltsam davon abhebt. Beim Szenenwechsel zu Elymas sieht wieder alles sehr geordnet aus. Nicht unbedingt tragisch, aber es wirkt hier ein wenig lose zusammengewürfelt.



Besser als erwartet
The Exiled Heavy Knight Knows How to Game the System war in den ersten paar Folgen wirklich eine harte Nuss. Nicht nur das man sich an die Art der Darstellung gewöhnen musste, sondern auch an die Art, wie das Ganze erzählt wird. Manchmal wird einfach was weggelassen oder ganz nebenbei erzählt. In der ersten Folge ging es aber mit Vollgas los und wir wurden mit losen Informationen nur so beworfen. Für den Anfang hat mich das ganze schon etwas abgeschreckt, aber die Neugier ist geblieben, wie es weitergeht.
Zum Glück wurde das mit der Zeit besser und sowohl Elymas als auch unsere erste Mitstreiterin sind wirklich nette und angenehme Zeitgenossen. Wir erfahren noch etwas zu deren Geschichte und es kommt langsam Ordnung hinein. Am Ende der 8 Folge (was mit Erscheinen dieses Beitrages die derzeit aktuellste Folge ist) fügt sich alles zu einem angenehmen ganzen zusammen.
Eine Empfehlung für den Anime kann ich euch an dieser Stelle zwar aussprechen aber seid gewarnt. Er ist objektiv betrachtet recht einfach gehalten, was unsere Geschichte angeht. Viel zu interpretieren gibt es hier auch nicht. Er schafft es, mit der Zeit aber so viel Interesse zu wecken, das man gerne dran bleibt. Für mich ein perfekter Anime für den Feierabend oder zum Ausklingen des Tages. Also genau das was ich derzeit von einem Anime erwarte. Einfach und gut.
Nerdjunk Wertung
Ein guter Anime in meinen Augen. Von der Geschichte bisher bin ich zwar noch nicht wirklich überzeugt, aber sie langt für das, was der Anime erzählen will. Animationen sind wirklich super bis auf die stellenweise mit CGI erzeugten Stadtfahrten. Diese wirken manchmal einfach nur hölzern. Zwar braucht der Anime etwas um richtig in Fahrt zu kommen, aber das macht nichts. Charaktere sind in Ordnung und auch sonst macht es recht viel Spaß diesen Anime anzusehen. Ein guter aber recht durchschnittlicher Anime in den ersten 8 Folgen. Warten wir ab, was noch kommt.
Quellenangaben:
- Bilder aus der https://sofatime.app



