Gelesen: Dai Dark – Band 1

16.04.2026

Stell dir einfach mal vor, du bist ein Teenager und willst einfach nur ein wenig Spaß haben, und das ganze Universum hat nichts Besseres zu tun, als dich zu jagen, um dir deine Knochen abzunehmen. Genau das ist das grundlegende Thema bei Dai Dark. Der arme Sanko ist nicht nur ein recht junger und witziger Zeitgenosse, sondern hat es auch noch faustdick hinter den Ohren.

Nach dem Lesen des Klappentextes wurde die Neugier gut aufgebaut, muss ich sagen. Die Geschichte selbst hat mich definitiv neugierig gemacht. So habe ich mich daran gemacht, den ersten Band zu lesen und zu schauen, ob die Serie etwas für mich wäre. Sofern ihr an Dai Dark Interesse hättet, erwartet euch mit dem aktuellen Stand 04.2026 insgesamt 9 Bände, die noch nicht abgeschlossen sind. Gestartet ist der Manga 2019 bei uns über Cross Cult.

Zaha Sanko ist im Besitz von wahrhaft außergewöhnlichen Kräften! Es heißt, dass seine Knochen einem jeden Wunsch zu erfüllen vermögen – selbst die Herrschaft über das ganze Universum ist mit ihnen kein ferner Traum mehr! Doch Sanko ist eigentlich nur ein ganz normaler Teenager, und dass ihm das ganze Geschmeiß der Galaxis ans Leder will, stinkt ihm gewaltig. Gemeinsam mit seinem knochigen Kumpel Avakian macht er sich daher auf eine abenteuerliche Reise quer durchs Weltall, um denjenigen aufzuspüren, der seine Knochen verflucht hat …

Herausgeber ‏: ‎ Manga Cult
Erscheinungstermin : ‎ 4. Mai 2023
Sprache: ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print Ausgabe: ‎ 208 Seiten
Originaltitel: ‎ Dai Dark
Abmessungen: 14.2 x 1.9 x 20.9 cm
Buch 1 von 9

Licht und Schatten

Der Auftakt zur Reihe ist für mich gar nicht so schlecht verlaufen, hat aber so seine Problemchen. Direkt zum Anfang lernen wir unseren Hauptcharakter kennen, der eigentlich mehr tot als lebendig scheint. Die Welt selbst ist ziemlich düster gehalten. Was auch recht schnell klar wird, da Sanko keine einzige Minute seine Verteidigung fallen lassen kann, da ihm einfach alle Lebewesen an die Knochen wollen.

Klingt zwar witzig für den Anfang, ist aber eine Sache, die so nicht wirklich zur Geltung kommt. Zu oft springt der Manga von eher ernsten Unterhaltungen zu ziemlich banalen Witzen. Auch Sanko selbst ist inzwischen wohl recht abgebrüht, was sein Schicksal angeht. Zwar kann ich nicht behaupten, dass ich mich gelangweilt habe beim Lesen, aber so richtig unterhalten habe ich mich hier auch nicht gefühlt. Denke, hier spielt einfach die Art der Erzählung eine große Rolle. Diese scheint nicht komplett meinen Geschmack zu treffen.

Ich mein, die Geschichte selbst ist schon ziemlich gut im Kern. Über den Zeichenstil kann man sich streiten und hier werden sich sicherlich auch ein paar Leser finden, die es mögen. Etwas schlimmer empfinde ich hier die Erzählweise und wie das Ganze herüberkommt. Es hat zwar alles Hand und Fuß, wird aber zeichnerisch und erzählerisch recht mau herübergebracht. Die Witze sind für mich eher flach.

Dafür mag ich die Charaktere. Die sind stellenweise einfach nur grotesk oder bekloppt, was sie mir definitiv sympathisch machen. Charakterdesigns stellenweise sind auch mal ein Augenrunzeln wert. Manchmal habe ich sogar an Akira, den Manga, gedacht. Einige Seiten haben mich an den Klassiker erinnert. Fragt nicht wieso, aber dem war so.

Mein kleines Fazit zu Band 1

Alles in allem kann man der Serie eine Chance geben. Sofern ich dem Internet Glauben schenken kann, gibt es auch genügend Leser, die diese Serie zu schätzen wissen. Für mich bleibt es bei der Aussage, dass mich der erste Band nicht wirklich überzeugt hat. Ob es hier einen weiteren Band geben wird, in meiner Sammlung, ist fraglich. Wahrscheinlich werde ich zuschlagen, wenn ich ein paar gebrauchte Exemplare zu einem guten Preis finden würde. Wer es skurril mag wird seine freude haben.

Nerdjunk Wertung

So richtig warm bin ich mit dem ersten Band nicht geworden, um ehrlich zu sein. Das liegt jetzt nicht unbedingt an dem Zeichenstil selbst, dem ich nicht zu 100 % etwas abgewinnen kann, sondern eher daran, dass Dai Dark nicht weiß, wohin es gehen soll. Mehr Action oder mehr Geschichte? Sofern Geschichte, warum dann nicht etwas mehr? Stellenweise witzig, aber dafür auch extra plump. Der Manga hat viele gute Dinge zu bieten und leider schwächelt er auch recht stark. Denke, hier passt das Konzept für mich nicht. Schaut es euch selbst mal an und entscheidet selbst.

Quellenangaben:

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Sanel

Gründer von nerdjunk.de und vollkommen planlos in die Erstellung gegangen. Liebt Manga, Anime, Games, Movies und vieles mehr, womit man seine Zeit sinnlos füllen kann. Spaß muss es machen. Die Zeit für das Hobby fehlt, aber daran sind wie immer die anderen Schuld.

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