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Hilft ja alles nichts. Wer Manga und Anime mag, kommt um Live Action Portierungen eigentlich nicht herum. Das One Piece solch eine Adaption bekommt, war für mich nur eine Frage der Zeit. Seit gefühlt einer halben Ewigkeit folgen Fans gespannt der Geschichte. Mit inzwischen 114 Bänden und etwa 1170 Kapiteln läuft der Manga seit 1997. Somit haben wir knapp 30 Jahre an Laufzeit einer Geschichte. Kurz darüber nachgedacht, ist es echt unglaublich. Mit ca. 17 Jahren habe ich mir den ersten Band gekauft und mit 44 Jahren gibt es die Serie immer noch.
Die Geschichte rund um Monkey D. Ruffy dürfte den meisten von euch bekannt sein. Unser Monkey hat in jungen Jahren nur einen Traum. Er möchte Piratenkönig werden und das sagenumwobene One Piece finden. Als er eine Teufelsfrucht isst, bekommt er sogar übernatürliche Kräfte. Seitdem er die Gum-Gum Frucht gegessen hat, kann er seinen Körper wie Gummi dehnen und strecken. Eines Tages macht er sich wirklich auf den Weg, um seinen Traum Realität werden zu lassen.

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Meine Meinung ist zwiegespalten
Wer One Piece verfolgt, kennt die umfangreiche Geschichte, die dahintersteckt und dass die Welt nicht unbedingt als realitätsnah gilt. Die Teufelsfrucht Menschen können allerlei Fähigkeiten nutzen. Piratenschiffe können fliegen und Haifischmenschen sind auch nicht unbedingt die Outsider. Hier folgt eine fantastische Geschichte der nächsten und steigert sich bei jedem neuen Arc. Kräfte werden größer und umfangreicher, und das aufs Maul hauen macht immer mehr Spaß.
Damit hier kein Missverständnis aufkommt, muss ich sagen, dass Netflix hier sehr viel richtig gemacht hat. Sogar so viel, dass ich wirklich überrascht worden bin. Ruffy und seine Crew sind wirklich super getroffen. Mein persönlicher Favorit ist hier Zorro. Ich liebe den Kerl einfach. Der Humor kommt extrem gut rüber und ich könnte jetzt nicht behaupten, dass sie mit den Schauspielern extrem ins Klo gegriffen haben. Hier muss ich sagen, dass Nami und Nico Robin absolut passen und ich keine bessere spontane Alternative hätte.
Die Geschichte selbst empfinde ich auch wirklich gut erzählt. Seien wir mal ehrlich. Wer soll knapp 30 Jahre an Geschichte in eine Serie packen und es so detailliert erzählen, wie es der Manga vormacht? Richtig. Niemand.
Zwar wird alles gefühlt im Zeitraffer erzählt, doch alles Wichtige ist dabei. Ob mir das eventuell weniger ausmacht, da ich One Piece mal mehr oder weniger mitverfolge, kann ich euch nicht wirklich beantworten. Für Zuschauer ohne Vorkenntnisse wird also genug erzählt. So sollte das auch sein.

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Und warum ist das nun eine Sache für sich?
Nun, die größte Stärke des Mangas ist in meinen Augen die größte Schwäche der Netflix Serie. Dies ist einfach die Welt. Ja, ihr könnt ruhig meckern, aber das ist eben meine Meinung. One Piece lebt von seiner fantastischen Welt, in der alles möglich ist. Bei der es anscheinend keine Grenzen gibt, was es für Fähigkeiten und Wesen gibt. Hier kann sich Eiichiro Oda austoben, wie er möchte. Die Welt, die er geschaffen hat, macht es möglich.
Dabei setzt er aber auch auf sehr übertriebene Charakterdesigns. Von einer übertriebenen Haarlocke, ungleichförmigen Körperproportionen und Fähigkeiten, die eher als Griff ins Klo betitelt werden sollten, folgen hier Schlag auf Schlag.
Genau damit tue ich mir bei der Serie extrem schwer. Es sieht halt einfach extrem übertrieben aus und stellenweise extrem fehl am Platz. Alles ist hier zwar gut in Szene gesetzt worden, wie z. B. Smokers Fähigkeiten, aber sonst wirkt es einfach zu aufgesetzt. Das Klamottendesign sieht oft eher so aus, als wäre es von einem schlechten Cosplayer gemacht worden. Hier wäre für mich definitiv etwas weniger mehr gewesen. Nehmt es mir nicht über, aber wenn Smoker seine zwei Zigarren im Mund hat und ich ihn dann nicht mehr sehen kann, ist das etwas zu viel des Guten. Was im Manga absolut passend ist, funktioniert halt nicht in der richtigen Welt. Wenigstens für mich nicht. Für mich sieht vieles einfach zu lächerlich aus, um mich damit irgendwie identifizieren zu können.

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Gute Serie aber nicht 100% für mich
Eines muss man klar und deutlich sagen. One Piece ist eine gelungene Serie, die aber nicht unbedingt meinen Geschmack trifft. Egal, wie sehr ich die Reihe auch mag, in der gedruckten Form ist sie einfach besser. Das Design der Welt passt für mich einfach nicht in die reale Welt. Auch sonst habe ich recht wenig zu meckern. Ich empfinde die Schauspieler als passend und bei Zorro sogar als perfekt gewählt. Die Geschichte wird gut rübergebracht, ohne wichtige Dinge auszulassen. Bei der Größe der Vorlage schon eine ziemlich tolle Leistung.
Dann wäre hier Ruffy selbst. Ja, ich weiß, er ist im Manga und Anime genauso unterwegs, aber er ist irgendwie nervig. Die Stimmlage tut mir selbst irgendwie in den Ohren weh. So toll ich ihn finde, aber in der Serie werden wir keine Freunde. Könnte aber auch eventuell daran liegen, dass ich vom Charakter mehr, wie Zorro bin. Das ist aber nur eine kleine Vermutung.
Nerdjunk Wertung
One Piece lässt für den Fan kaum Wünsche offen. Zwar muss man einige Abstriche machen, was die Erzählung der Geschichte angeht, doch alles hat Hand und Fuß. Schauspieler sind passend gewählt und der Charme des Mangas wird gut wiedergegeben. Einzig die Welt passt für mich nicht als reale Umsetzung. Der aus der Vorlage übertriebene Stil hat für mich keinen Reiz und lässt vieles einfach lächerlich aussehen.
Quellenangaben:
- Bilder aus der https://sofatime.app







