Mushoku Tensei: Jobless Reincarnation – Staffel 1

Geschrieben von: Sanel

Ein 34-jähriger, zurückgezogener und arbeitsloser Junggeselle wird kurz nach dem Tod seiner Eltern und der Zwangsräumung seines Elternhauses von einem LKW überfahren. Als er jedoch im Körper eines Babys wieder aufwacht und realisiert, dass er sich in einer geheimnisvollen Welt voller Schwertkämpfe und Zauberei befindet, traut er seinen Augen kaum. Rudeus, wie er ab sofort genannt wird, schwört…

Quelle: Crunchyroll

Es ist wieder so weit. Wieder ein Isekai Anime, bei dem unser liebster Isekai Charakter „Truck-kun“ eine arme Seele überfährt und diese in eine neue Welt transportiert. Vom modernen Japan in ein mittelalterliches Universum geworfen, stellt er fest, dass er wiedergeboren ist. Wie in den meisten Isekai ist er sich der Lage irgendwie mehr bewusst als bei den anderen bisher geschauten Serien.

Gerade frisch auf die Welt gebracht, ist unser „Rudy“ gar nicht so abgeneigt, in einer neuen Welt wiedergeboren zu sein. Was auf den ersten Blick ein wenig wie die Standard 08/15 Geschichte wirkt, wird im Laufe der Serie immer etwas erweitert und nimmt Züge an, die ich so nicht erwartet habe.

Meine kleine Meinung zur ersten Staffel

Im Grunde ist Mushoku Tensei: Jobless Reincarnation eine ziemlich ernste und gar nicht so lustige Geschichte, wie sie im ersten Augenblick herüberkommt. Mit der Zeit lernen wir, dass Rudy ein Hikikomori im letzten Leben war und dies wird sogar mit ziemlich brutalen Szenen deutlich in den Mittelpunkt gerückt. Der Tod durch Lkw hat ihn deshalb nicht so wirklich aus der Bahn geworfen.

Definition von Hikikomori

Das japanische Gesundheitsministerium definiert als Hikikomori eine Person, die sich mindestens sechs Monate aus der Familie und der Gesellschaft zurückzieht. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen Hikikomori Jahre oder sogar Jahrzehnte in selbst gewählter sozialer Isolation bleiben. Die meisten Hikikomori sind männlich.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hikikomori

Wir beobachten Rudy, wie er langsam heranwächst und feststellen muss, dass er etwas begabter ist als andere Kinder. Er kann Magie nutzen, ohne die Sprüche für die Manifestierung aussprechen zu müssen. Angespornt durch diese Erkenntnis und einer Vorliebe für Bücher mit dem Wissen über diese Welt möchte er nur noch seinen Weg finden und das Leben führen, was er im alten nicht hatte.

Der Anime zeigt uns das Ganze auch in einer wirklich schönen und angenehmen Art und Weise. Animationen sind schön und auch das Zwischenmenschliche passt. Die Welt wird uns angenehm näher gebracht und die immer wieder eingestreuten Zweifel und Ängste von Rudy passen wirklich perfekt in den Anime.

Auch die mit der Zeit immer etwas düster werdende Stimmung hat mir sehr gefallen. Was am Anfang als absolut Comedy gewirkt hat, wurde mit der Zeit recht düster. Zwar behält er immer noch den positiven Grundton, aber dafür wird alles gröber und wilder. Ein großer Teil der Stimmung wird auch durch die vielen unterschiedlichen und teilweise recht lauten Charaktere wirklich gut herübergebracht.

Was mir aber so gar nicht gefällt, ist die absolut perverse Art von Rudy und den oft vorkommenden Nebencharakteren. Vielleicht bin ich auch nur alt geworden, aber das typische Sabbern beim Anblick von Brüsten oder das ständige Schnüffeln an den Höschen der Frauen (bzw. meistens nur einer bestimmten Frau) nervt mich ungemein. Zwar wird das Ganze mit der Zeit weniger, aber es bleibt trotzdem mehr oder weniger konstant in der ersten Staffel bestehen. Die ganzen Anspielungen vor allem in späteren Situationen sind so verdammt nervig, das könnt ihr euch nicht vorstellen.

Viele negative Punkte hat der Anime bis jetzt also nicht. Sofern ihr eine Serie neu anfangen möchtet, kann ich euch Mushoku Tensei: Jobless Reincarnation wirklich ans Herz legen.

Seid aber gewarnt. Das Grundthema ist vielleicht nicht jedermanns Sache, und die nervigen perversen Witze und Anspielungen sind inzwischen einfach nur ausgelutscht. Wenn man darüber hinwegschauen kann, ist die erste Staffel einen Blick wert.

Nerdjunk Wertung

Ein wirklich spaßiger Anime, der mit fortschreitender Geschichte immer interessanter wird. Charaktere haben Tiefgang und es wird auch alles passend schnell erzählt, ohne sich lange Passagen von langweiliger Geschichte antun zu müssen. Das Einzige, was mir nicht gefällt, ist wirklich diese typische perverse Ader von Rudy. Ja, es gehört zum Charakter, aber es ist verdammt nervig. Der Anime hat so viel Tiefgang und Geschichte, dass sie es ruhig hätten weglassen können. Hier bin ich einfach nicht der Typ für solche Witze.

Quellenangaben:

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