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Ein Mann folgt einer gefährlichen Frau bis nach Bangkok. Sie ist eine eiskalte Killerin. Er hat eigene Rachepläne und möchte diese an der Frau auslassen. Doch aus einer anfänglichen Rache wird eine Rettung der gesamten Welt.
Quelle: Netflix Beschreibung
Was auf den ersten Blick ziemlich simpel klingt, ist auch wirklich simpel. Was die sehr karge Beschreibung von Netflix nicht sagt, ist, dass der Film eine Fortsetzung von der Serie „Wu Assasins“ ist. Diese habe ich zwar nicht gesehen, doch wirklich wichtig scheint dies nicht für den Film zu sein.
Unser Hauptcharakter Kai macht sich selbst große Vorwürfe über den Tod seiner Freundin Jenny. Mit ihrem Bruder Tommy und einem Freund namens Lu Xin machen sie sich auf die Suche nach der Mörderin von Jenny. Als wäre dies nicht genug, stellt sich die Mörderin als die Königin der Unterwelt heraus. Dabei meine ich nicht die Menschliche, sondern die der Dämonen und Magier. Kai selbst ist ein sogenannter Wu Assasin, der übernatürliche Kampffertigkeiten hat, um sich den Dämonen entgegenstellen zu können.


Meine nicht vorhandene Meinung
Jetzt wird es etwas schwierig. Unser Kai wird von Iko Uwais gespielt, der bei The Raid 1 + 2 eine verdammt gute Figur gemacht hat. Zwar waren die zwei Filme auch nicht unbedingt ein Garant für eine gute Geschichte, aber dafür waren die Kämpfe wuchtig. Bei Fistful of Vengeance weiß man gar nicht, wo man anfangen soll, wegzuschauen. Der Film hat zwar im Grunde viel Potenzial, aber nutzt diese überhaupt nicht.
Angefangen bei der Geschichte. Diese ist so flach, dass man eigentlich nur hoffen kann, dass die Kämpfe besser werden. Die Schauspieler tun ihr Bestes, um den schlechten Eindruck noch schlechter zu machen. Alle Gespräche im Film sind einfach so langweilig und absolut schlecht herübergebracht worden, dass man den ganzen Film eigentlich als gute Hintergrundgeräuschkulisse nehmen könnte.


Was sehr schade ist, ist die Tatsache, wie die Kämpfe dargestellt werden. Iko Uwais ist bekannt für seinen Pencak Silat Kampfstil, den er schon mehr als nur einmal gut in seinen Filmen dargestellt hat. Leider gehen die Kämpfe in diesem Meisterwerk komplett unter. Diese werden durch ganz seltsame Schnitte und Kamerastellungen komplett zerstört. Dadurch wirkt das Ganze nicht nur verdammt langweilig, sondern auch extrem hölzern. Solltest du einen guten und längeren Kampf erwarten, wirst du hier enttäuscht. In einer Szene stehen unsere Helden, umzingelt von mindestens zwölf Gegnern. Sie gehen in Stellung und keine 30 Sekunden später ist der Kampf auch vorbei. Gegner liegen am Boden und du hast nichts mitbekommen, weil die Kamera alles gezeigt hat, nur eben nicht den Kampf selbst. Ein paar Geräusche hier und bisschen stöhnen da und es war vorbei.
Ich gehe nun selbst davon aus, dass ich durch die Serie selbst nicht wirklich einen Mehrwert im Film gefunden hätte. Die Hoffnung, dass doch etwas Interessantes passiert, wurde leider nicht erfüllt. Sofern einige von euch A Chinese Ghost Story kennen, werden wissen, was ich meine. Besonders originell und perfekt war er nicht, aber die Schauspieler und die Effekte zu damaligen Zeiten waren einfach super und heute kultig. Was Fistful of Vengeance heute nicht schafft, hat der Film aus dem Jahre 1987 perfekt hinbekommen.
Wer es trotzdem mal schauen möchte, um eventuell ein paar geschichtliche Zusammenhänge zu komplettieren, kann dies gerne machen. Ich selbst empfand nach dem Schauen meine Zeit als komplett verschwendet an. Die an sich gute Darstellung ist leider nicht genug.
Nerdjunk Wertung
Schade, dass Iko Uwais hier nicht zeigen kann, was er auf dem Kasten hat. Die Geschichte ist langweilig und die Kämpfe wirken einfach nur langweilig. Sehr stumpf und hölzern, gepaart mit Filmschnitten, die den ganzen Hype um die Kämpfe komplett abflachen lassen. Wenigstens lässt die Optik des Films einen guten Eindruck zurück. Die selten vorkommenden magischen Fähigkeiten hätten sie sich auch sparen können. Schade für die vergeudete Zeit beim Schauen.
Quellenangaben:
- Bilder von https://sofatime.app







