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Vielleicht ist es euch schon aufgefallen. Vielleicht auch nicht, sofern ich derzeit keine Pläne habt, etwas anzuschaffen. Was am Anfang vielleicht nicht ganz so schlimm herübergekommen ist, klingt inzwischen gar nicht mehr ab und wird sogar bleiben. Die Rede ist von den extrem gestiegenen Preisen für RAM.
In meinem Rechner arbeitet ein Crucial RAM von Micron. Eine Marke, die immer zuverlässig und zu günstigen Preisen angeboten worden ist. Leider ist ein zukünftiger Kauf meiner geliebten Komponenten nicht mehr möglich, da sich Micron entschieden hat, den Konsumentenmarkt einzustellen. Das heißt, private Kunden gehen leer aus. Die Ressourcen, die für die Produktion von RAM benötigt werden, sind inzwischen komplett an Handelskunden gewandert.
Konkret heißt das für uns, dass die Hardware, die große Firmen für ihre KI-Modelle benötigen, immer schneller und immer weiter wächst und sie dann Unmengen an Hardware ordern. Mit größeren Margen und absehbaren Umsätzen gehen immer mehr Firmen den Weg wie Micron. Einerseits kann ich zwar diesen Weg verstehen, da dies derzeit der beste Weg ist, auf dem Markt zu bleiben und die Firma am Laufen zu halten. Was mir aber etwas aufstößt, ist aber die Tatsache, dass dies dazu führt, dass viel von unserer geliebten Technik kostenintensiv wird. Ich rede jetzt nicht unbedingt von 20 bis 30 Euro, sondern das zwei- bis 5-fache stellenweise.
Ich kann euch hier nicht unbedingt so ein fundiertes Wissen zu dem Thema geben, wie es vielleicht nötig wäre, doch auch als private Person kann man sich denken, was langsam passieren wird.
Die gestiegenen Preise werden früher oder später dazu Sorge tragen, dass viele sich gegen den Kauf von neuer Technik entscheiden werden. Egal, ob es eine Konsole oder ein Smartphone oder vielleicht ein neuer Rechner wird. Die Preise sind inzwischen echt kaum mehr tragbar. Mein zuvor genannter RAM habe ich vor 3 Jahren für knapp 120 Euro gekauft. Vor paar Monaten war der gleiche RAM noch beim Händler verfügbar und hat schlappe 550 Euro gekostet.
Wenn wir uns mal die letzten paar Wochen ansehen, was alles an Nachrichten herausgekommen ist, sehen wir ständig Folgendes:
- Steam Machine: geht bei 1049 Dollar los, mit 512 GB SSD-Speicher. Ziemlich wenig für aktuelle Spiele. Wenn man bedenkt, dass einige Games schon knapp 150+ GB an Platz brauchen, ist das recht happig. Ebenso, dass die Steam Machine eigentlich nur eine Heimkonsole sein möchte zum Spielen eurer Bibliothek. Technisch halte ich sie für solide, aber zu dem Preis, was sie sein möchte, ist sie mir definitiv zu teuer. Die Leistung entspricht nach einiger Angaben etwa der Playstation 5 Standard Edition. Selbst diese gibt es ein paar Euro günstiger. Zwar könnt ihr hier keine Steam Spiele spielen, aber sofern ihr Steam nutzt, habt ihr hier sogar einen Rechner daheim stehen.
- Xbox: Microsofts Konsole ist inzwischen noch einmal teurer geworden. Die Xbox S gibt es nun für 499 Dollar. Damit ist sie so teuer geworden wie die Series X zum Start. Ab August geht hier der Preis auf 749 bzw. 800 Dollar hoch. Je nachdem, ob ihr sie mit oder ohne Laufwerk kauft.
- Playstation: von 499 zum Start ist die Sony Konsole jetzt für 650 Euro zu haben. Die Pro-Playstation dagegen ist von 799 auf derzeit 899 Euro gestiegen.
- Smartphones und Gadgets steigen auch im Preis. Unabhängig von Hersteller.
Was nicht benötigt wird, hat keine Priorität
Natürlich ist mir bewusst, dass Dinge mal teurer werden und sich die Zeiten ändern. Doch wir reden inzwischen von Technik, die bei vielen einfach zum Leben gehört. Nicht immer unbedingt, weil es benötigt, sondern weil es in gewisser Weise als Entspannung oder Erholung angesehen wird. Gaming selbst gehört auch einfach für viele dazu, weil es Spaß macht und man hier vielfältige Abwechslung bekommt.
Sollte es weiterhin nach oben gehen mit den Preisen, werden sich aus meiner Sicht immer mehr Menschen überlegen, ob sie neue Technik kaufen wollen. Dabei spielt hier nicht nur unbedingt der Kauf eine Rolle. Es wird einfach alles teurer. Spiele werden teurer, immer mehr Abos und und und kommen hier vielleicht on top dazu. Auch unser Leben wird immer teurer. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten sind innerhalb der letzten Jahre so stark gestiegen, dass viele einfach nicht die Möglichkeit haben, sich Luxus zu leisten.
Bei der Steam Machine wären bei mir 600-700 so der Punkt gewesen, an dem ich schwach geworden wäre. Einfach im Wohnzimmer meine Steamgames zu zocken, wäre toll gewesen. Steam verdient ja weiterhin an mir, da ich wahrscheinlich dann auch mehr Geld in den Store gesteckt hätte. Schlicht und ergreifend, weil ich die Couch bevorzuge statt des Gamingstuhls. Knappe 1200 Euro für ein Gerät auszugeben, was nicht wirklich mehr Leistung hat als meine Playstation und eigentlich nur als nice to have angesehen wird, ist etwas, was ich nicht mehr bereit bin zu zahlen. Dies kann bei dir auch anders sein, das ist mir bewusst.
Persönlich gehe ich aber davon aus, dass bei vielen ein Punkt erreicht ist, bei dem sie sich überlegen werden, was sie wirklich benötigen und haben wollen. In meinem Umfeld und auch in einigen YouTube-Videos wurde schon gesagt, dass man es mit Gaming Hardware derzeit nicht so eilig hat. Man habe ja noch einen guten Rechner daheim stehen und in manchen Fällen sogar noch ein paar Konsolen, bei denen man die guten alten Spiele noch einmal spielen kann. Es bestehe einfach kein Zwang oder ein triftiger Grund, sich neue Hardware zu holen.
Hier zähle ich mich auch dazu. Habe so viele alte Games, die ich noch einmal spielen kann und sogar ein paar im Pile of Shame, die es lohnen würden, endlich mal gespielt zu werden. Da aber die Preisspirale immer weiter nach oben geht, habe ich schon etwas Angst vor der neuen Konsolengeneration. Sollten hier Preise von 1200+ Euro herauskommen, ist das definitiv ein Punkt, an dem ich finanziell nicht mehr mithalten kann und möchte.
Sagt mir gerne in den Kommentaren, was ihr von der derzeitigen Situation haltet und wie ihr damit umgeht.
Quellenangaben:
- Beitragsbild von https://de.ign.com


Danke für deinen Text, Sanel.
Ich spiele regelmäßig auf der Series X und kotze, was die Xbox Sparte da gerade, bzw schon länger, fabriziert.
Die aktuelle Xbox, die mittlerweile auch schon sechs Jahre auf dem Buckel hat (und ab nächster Woche bitte für was für einen Preis verkauft werden soll???), wird meine letzte Xbox sein. Ich hab Ende 2021 zugeschlagen und noch 500€ bezahlt, ein Schnäppchen geradezu.
Ich könnte wieder zum Playstation Lager wechseln, aber da sieht’s mit den Preisen ja auch nicht viel besser aus. Und allgemein nervt mich dieser ganze „digital besitzen, haha“ Kram sowieso gewaltig.
Ich spiele nicht oder kaum am PC, daher sollte die Steam Machine mein hybrider Kompromiss werden, denn ich spiele gerne am TV und vom Sofa aus. Aber bestimmt nicht für den Preis. Die ersten Infos zum Preis des Würfele schienen vielversprechend. Ist scheinbar lange her. Und wer auch immer auf die glorreiche Idee kam, als kleinste und halbwegs erschwinglich vorgaukelnde Version die 512GB in den Raum zu werfen, sollte sich schämen. Ich bin raus aus dem ganzen Mist, das nervt doch alles. Sollte die Series mal verenden, hab ich noch die Switch und ein paar ältere Geräte, da find ich schon was. Oder ich lese einfach wieder mehr, gebrauchte Bücher sind weitaus erschwinglicher, als dieser ganze Technikkram.
Ist bei mir auch so mit dem Nicht-Neuanschaffen. Wenn nicht wirklich was kaputt geht, wird nichts neues gekauft. Bei den meisten Komponenten habe ich auch die Vorgänger noch aufgehoben. Altes Mainboad, alter Ram und alte Grafikkarte liegen hier noch rum.
Ansonsten habe ich letztes Jahr einen Retro Handheld von AliExpress gekauft. Mit alten NES, SNES, 3DS und Vita Games kann ich mir sicher noch ein Jahrzehnt beschäftigen.