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Mehr als nur ein Fahrrad – Warum Daniel gerne Radreisen unternimmt

Dies ist ein Beitrag, den unser Gastautor Daniel Kassner geschrieben hat. Seine Leidenschaft zum Fahrradfahren hat ihn auch dazu bewogen einen Blog ins Leben zu rufen. Diesen könnt ihr unter folgender Adresse erreichen:

https://www.pedalumdrehungen.de

Dabei geht es ihm nicht nur um das Fahren an sich oder mit dem Drahtesel unterwegs zu sein. Werft gerne einen Blick auf seinen Blog. Bei Fragen steht er euch gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. Oder schreibt ihm einfach auf Mastodon unter: danielkassner@fedinerds.social

Euer Haojatsu

Ich fahre gerne mit dem Fahrrad in den Urlaub. Und damit meine ich nicht, dass ich mein Fahrrad in den Urlaub mitnehme und dann damit umherfahre. Ich meine damit sechs Taschen auf dem Fahrrad und dann los. Die Strecke, die andere mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug machen, fahre ich mit dem Rad. Das dauert zwar wesentlich länger, aber die Erlebnisse unterwegs und das Gefühl am Ziel sind durch nichts zu ersetzen. Und trotzdem fragen mich immer wieder Leute, warum ich mir das denn antue. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Einerseits der sportliche Aspekt. Dieser ist mir persönlich aber komplett unwichtig und ich stelle den nur in den Vordergrund, wenn ich mal Lust habe, andere Menschen damit zu beeindrucken. Viel wichtiger ist für mich die Intensität. Das Fahrrad ist für mich das ideale Reisefahrzeug, weil ich nur vom Sattel aus die Natur und die Kultur praktisch im vorbei Fahren erleben kann. Im Auto rauscht alles an einem vorbei und man muss erst anhalten, um etwas Interessantes sehen zu können. Sofern es einem denn überhaupt auffällt.

Auf dem Fahrrad muss ich natürlich auch auf den Verkehr achten, aber wegen der geringeren Geschwindigkeit bin ich trotzdem in der Lage, die Landschaft und die Sehenswürdigkeiten zu genießen. Die Stadt Brügge habe ich zum Beispiel gesehen, indem ich mit dem Rad durchgefahren bin. Gleichzeitig bin ich auf dem Fahrrad aber auch schnell genug, um unliebsame Abschnitte schnell hinter mich zu bringen. Denn obwohl die Erlebnisse zu Fuß noch intensiver wären, käme ich so praktisch nicht vom Fleck und eine Strecke würde doppelt bis dreimal so lange benötigen. Dazu kommt noch, dass ich auf dem Fahrrad komplett unabhängig bin von Tankstellen. Ich nutze sie zwar, um Proviant aufzufüllen, aber die Benzinpreise sind mir egal. Wenn der Liter 5 € kostet, lächle ich nur müde und kaufe im Shop Wasser und Essen.

Die Bürokratie darf man hier auch nicht vergessen. Hier in Europa ist es sehr einfach, auch mit dem Auto die Grenzen zu überqueren (Schengen sei Dank). Aber außerhalb sieht es schon ganz anders aus. Jedes Land hat für ausländische Fahrzeuge eigene Regularien, die es zu beachten gilt. Mal muss man eine zusätzliche Versicherung abschließen, mal muss man extra Dieselsteuer bezahlen. Oder eventuell etwas ganz anderes. Ich bin in dem Thema nicht ganz drin. Denn mit dem Fahrrad gelte ich an den Grenzen als Fußgänger, der nur zufällig sein Sportgerät dabeihat. Gut, ich muss mir auf dem Rad jeden Kilometer erkämpfen. Das wird besonders hart, wenn es tagelang nur bergauf geht oder der Regen einfach nicht nachlassen will. Aber seien wir doch mal ehrlich: Gerade nach einem harten Tag (oder Wochen) gönnt man sich ein gemütliches Hotelzimmer und genießt einfach mal eine lange, heiße Dusche. Das sind die kleinen Freuden des Radlers. Und ja. Als Radler mit schwer bepacktem Fahrrad (siehe Bild weiter unten in voller Größe) falle ich auf. Das erleichtert es teilweise sogar, neue Menschen kennenzulernen (wenn ich denn möchte). Andererseits bin ich auch ziemlich leise unterwegs und kann dadurch leichter auf Feldwege oder Ähnliches ausweichen und so Menschen umgehen. Aber natürlich gibt es auch Schattenseiten.

Zuallererst das Wetter. Im Auto sitzt man in einem geschlossenen Metallkasten und ist vor Regen und Wind geschützt. Ich auf dem Fahrrad bin dem Wetter voll ausgesetzt. Aber das gehört dazu. Wenn ich es mir schönreden möchte, könnte ich sagen, es sei Teil des Landes und der Erfahrung. Aber schlussendlich liebe ich das Abenteuer und die Erlebnisse. Denn selbst Deutschland hat wunderschöne Ecken, in Gegenden, wo man sie nicht vermutet und die ich nur entdeckt habe, weil ich mit dem Fahrrad durchgefahren bin. Und genau deswegen mache ich das auch weiterhin.

Quelle: pedalumdrehungen.de

Hinterlast gerne eure Meinung in den Kommentaren. Solltet ihr auch so gerne mit dem Bike unterwegs sein, lasst es uns wissen.

Gastautor

Unter dem Autor verbergen sich viele Menschen. Ihr habt die Möglichkeit euer Hobby etwas näher zu erklären oder euch etwas von der Seele zu schreiben zu eurem Hobby. Schreibt mich ruhig an für mehr Informationen.

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2 Kommentare

  1. Da muss ich sagen bin ich etwas neidisch auf dich Daniel. Ich fahre auch sehr viel Fahrrad und seit Montag habe ich auch bewusst mein Auto stehen gelassen. Könnte aber leider nie selbst solche Touren machen. Finde es aber schön des Menschen daran Gefallen finden. Mach am besten weiter so.

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