Atlas mit Jennifer Lopez auf Netflix angesehen

Geschrieben von: Sanel

Atlas Shepherd ist eine äußerst intelligente, aber misstrauische Datenanalystin, die ein tiefes Misstrauen gegenüber künstlicher Intelligenz hegt. Eines Tages nimmt sie an einer Mission teil, um einen abtrünnigen Roboter wieder einzufangen, mit dem sie eine mysteriöse Vergangenheit teilt. Die Mission scheitert jedoch und ihre einzige Hoffnung, die Zukunft der Menschheit vor der künstlichen Intelligenz zu schützen, besteht darin, ihr zu vertrauen.

So die kurze Beschreibung des Films in aller Kürze. Was auf den Bildern recht interessant aussah, hat mich dann trotz recht wenig Motivation dazu gebracht, mir den Film in Ruhe anzusehen. Wer im Besitz eines Abonnements von Netflix ist, kann sich diesen Film dort ebenso ganz in Ruhe ansehen.

Zwar gehört Jennifer Lopez für mich jetzt nicht unbedingt zu den Schauspielerinnen und Sängerinnen meiner Wahl, aber ich wurde hier dann doch recht positiv überrascht. Mit knapp 2 Stunden ist der Film angenehm lang gewählt und auch sonst zeigt er sich in den meisten Fällen von seiner positiven Seite.

Erschienen am 24. Mai 2024 auf Netflix
Länge: 1 Std. 58 Min.
Genre: Action, Sci-Fi, Thriller
Besetzung: Jennifer Lopez, Simu Liu, Sterling K. Brown

Mein Eindruck vom Film

Kommen wir am besten direkt zu dem in meinen Augen größten Problem des Films. Dies ist schlicht und ergreifend die Geschichte. Wenn man sich das Ganze überlegt, könnte das eine weitere Version von Terminator oder dem Spiel Detroit: Become Human sein. Kombiniert man das noch mit Pacific Rim kommt definitiv Atlas dabei raus. Damit haben wir auch schon den schlechtesten Teil des Films erzählt. Geschichte ist jetzt nicht die schlechteste, aber auch nicht unbedingt das Beste, was man je gesehen und gehört hat.

Ohne zu viel zu verraten (um ehrlich zu sein, gibt es hier auch nicht viel zu erzählen) geht die Geschichte erst so richtig los, als die Menschen den Aufenthaltsort des abtrügen Androiden herausfinden. Als Beraterin wird Atlas dazugeholt, die sich dann auch mit Gewalt in das Team drängt, ihn auszuschalten. Natürlich bleibt dies nicht unbemerkt, und die Androiden stellen sich den Menschen in den Weg. Da wir uns in einer modernen, eher Cyberpunk artigen Welt und Zeit befinden, findet das Treffen auf einem unerforschten und für Menschen gefährlichen Planeten wieder.

Schon beim Start des Films werden wir mit richtig schön in Szene gesetzten Szenen begrüßt, die sich durch den ganzen Film ziehen. Auch die Abneigung ist ihr absolut ins Gesicht geschnitten. Zwar ist Frau Lopez sichtlich älter geworden, dies nicht im negativen Sinne. Wie sie den Charakter Atlas spielt, ist sehr passend und vor allem dieser sarkastische Humor passt wie die Faust auf Auge.

Als Kernelement ist natürlich hier die KI im Mittelpunkt und mit dieser muss sie sich auseinandersetzen. Gestrandet auf dem Planeten muss sie sich mittels eines Geräts mit einer KI koppeln, um ihre Überlebenschance zu erhöhen. Diese KI ist auch bitter nötig, da sie Bestandteil einer Art Mech ist, in dem die Soldaten Platz nehmen. Avatar lässt hier ebenso grüßen.

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Ansonsten haben wir einen richtig schönen und mit Effekten gepackten Film, der recht flach von der Geschichte ist, aber diese schön erzählt wird. Wie üblich fängt auch dieser Film recht langsam an und nimmt mit der Zeit immer mehr an Geschwindigkeit zu. Wir bekommen von Action bis hin zu kurzen seelischen Einblicken recht viel und schnell geboten. Nach knapp einer halben Stunde hast du auch nicht wirklich mehr Zeit zu überlegen, sondern schaust dem Treiben zu. Hier wird geschossen und drüben mal schnell ein Bein mit Nägeln fixiert. Der Mensch, der dir gerade noch geholfen hat, fliegt im nächsten Moment in Stücke gerissen an deinem Visier vorbei. Kurze Verschnaufpausen wurden hier auch dazu genutzt, ein paar Hintergrunderzählungen einzufügen. Zwar nicht wirklich nötig, aber ich sage hier nicht nein, wenn es um Geschichte geht.

Alles in allem ein solider und recht guter Film. Dank der Action und der Darstellung hat er schon einmal einen Großteil der Punkte für sich eingeholt. Viele werden vielleicht nicht mit Atlas warm werden, aber so ist der Charakter nun einmal. Der passt hier für Frau Lopez perfekt und macht auch Spaß. Wer also lieber einen Spitzenfilm sehen möchte, sollte lieber weitergehen. Gut ist der Film trotzdem auf seiner Weise, mit ein paar Schwächen.

Nerdjunk Wertung

Besser als erwartet

Alles in allem ein guter Film. Nicht der beste oder anspruchsvollste, aber das will er, glaube ich, nicht sein. Hier bekommt ihr genügend Action in einem recht flachen geschichtlichen Paket präsentiert. Effekte lassen sich wirklich sehen und auch die Charaktere haben mir gefallen. Die Unterhaltungen mit der Mech KI fand ich auch recht spaßig. Wer also mal einen Film ansehen mag, ohne viel zum Nachdenken zu haben, kann ihn gerne mal ansehen.

Quellenangaben:

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