Geschaut: Masters of the Universe (2026)


Von Sanel
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Ein Film meiner Kindheit. Große epische schlachten in einer Welt, bei der es noch Magie gibt. Richtige Krieger, die wissen, wie man seine feinde ordentlich auseinandernimmt. Geschichten voller richtige Bösewichte und Helden die niemals verlieren können. So oder so ähnlich habe ich mir das als Kind immer vorgestellt. Damals noch mit Hörspielkassetten und Actionfiguren unterwegs haben wir uns die Nachmittage damit um die Ohren geschlagen. Skeletor war ja immer unser Liebling. Der Rest war einfach zu langweilig und des Blickes eines Kindes nicht wirklich würdig.

Damals auch wirklich glücklich gewesen über den ersten Film mit Dolph Lundgren gewesen. Im Jahre 1987 hat man sich schon einmal an das Thema gewagt und was soll ich sagen. Nach heutigen Maßstäben war der Film eine wirkliche Katastrophe. Trotzdem haben wir ihn geliebt. Geschichtlich als auch optisch war er wirklich flach. Aber was soll man auch erwarten? Zu damaliger Zeit war es einfach nicht möglich das Ganze so einzufangen, wie es heute möglich ist. So haben wir einen Film damals bekommen, der wirklich nur die Kinder abholen konnte.

Ein wenig Angst vor dem Schauen

Ja, ich gestehe, ich hatte ein wenig Angst die neue Verfilmung zu schauen. Einfach, weil ich vieles aus meiner Kindheit noch in Erinnerung habe und die Welt rund um Eternia wirklich geliebt habe und heute noch stellenweise gerne zurückdenke. Was aber Dolph Lundgren angestellt hat, mit dem Film kann man einfach nicht vergessen. Die Erwartung an den neuen Film war deshalb auch nicht hoch.

Geschichtlich bleibt es aber eher seicht, wie es nun bei solchen Verfilmungen mal so ist. Skeletor fällt in Eternia ein und krallt sich den Posten des Königs. Adam selbst noch ein kleiner Knirps wird mit dem Schwert der Macht auf die Erde gesandt, wo er sich vor Skeletor und seinen Schergen in Sicherheit bringen soll. Leider läuft nicht alles so wie erhofft und so findet sich Adam als 10-Jähriger ohne das Schwert auf der Erde wieder und ist die nächsten Jahre damit beschäftigt, das Schwert zu suchen.

Genau hier fängt das Ganze an auch wirklich Spaß zu machen. Adam ist ein intelligenter junger chaotischer Mann geworden als wir miterleben wie er endlich an das Schwert gelangt. Der Humor trifft bei mir voll ins Schwarze. Dabei erleben wir vom Start auf Eternia bis zu diesem Zeitpunkt alles recht flott, aber es passt einfach gut zusammen. Mit ein paar Rückblenden wird die Hintergrundgeschichte ein wenig vorangetrieben und die Erlebnisse von Adam gezeigt. Bis hier alles so weit in Ordnung.

Als es Beastman endlich gelingt Adam aufzuspüren, um das Schwert zu holen, geht das Ganze richtig los. Tolpatschig, wie er nun mal ist, liefert sich Adam hier ein Katz und Maus spiel bis Teela ihn retten kommt. Auf Eternia geht es dann auch im Gegensatz zu dem recht frohen Start auch ziemlich düster weiter. Skeletor hat im Ganzen Land seine spuren hinterlassen. Eternia ist nicht wiederzuerkennen. Überall versuchen die Bewohner zu überleben.

Optisch hinterlässt der Film hier wirklich eine gute Figur. Alles wirkt soweit stimmig und auch was einzelne Helden angeht, merkt man das es ihnen nicht so gut ergangen ist. Trotzdem bleibt da ein roter Faden an Humor übrig, der das Ganze wirklich angenehm macht, zum Schauen. Auch was die Kämpfe angeht, sind die gut in Szene gesetzt und mit genügend Humor versehen.

Jetzt könnte man natürlich darüber diskutieren, was man alles hätte besser machen können und warum vieles im Film einfach so flach herüberkommt. Aber das werde ich jetzt nicht tun aus einem einzigen Grund. Es passt einfach zur Vorlage.

Adam hätte man besser nicht treffen können. Skeletor ist auf seine weise genauso böse, wie er es früher im Zeichentrick war und Teela war mein persönliches Highlight. Das hat einfach gepasst. Auch die Helden wie Ram-Man oder Beastman wurden einfach 1zu1 so übernommen, wie es damals erzählt worden ist. Somit hat man sich ja eigentlich nur an die Vorlage gehalten. Vieles wirkt dadurch eher etwas seltsam aber das macht nichts. Zeiten ändern sich.

Wer es von früher kennt, wird hier auch einige Referenzen finden, die ein kleines aha Erlebnis auslösen können. Ob es hier die Musik von Queen ist, die wirklich passt oder auch Dolph Lundgren selbst. Hier findet man an einigen stellen etwas aus der Kindheit. Kein wirklich berauschender Film in meinen Augen aber dafür hatte ich verdammt viel Spaß ihn zu schauen. Wer eher Komödien mag, mit ein paar guten Kampfeinlagen wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Wer He-Man nicht kennt, könnte hier etwas Probleme haben.

One last thing…

Nerdjunk Wertung

Bin hier wirklich sehr positiv überrascht worden. Hier wurde nicht viel zu der originalen Vorlage hinzugedichtet, sondern man hat das gegebene als Film umgesetzt. Optisch top und die Besetzung passt auch wirklich wie die Faust aufs Auge. Geschichtlich kann He-man nicht wirklich glänzen, aber das liegt einfach an der Vorlage selbst. Guter Humor und eine angenehme Erzählweise machen den Film zu einer recht Runden Sache. Einzig, dass He-Man heutzutage nicht mehr die Anziehungskraft hat, wie früher ist schade. Somit nur für eher älteres Semester interessant die damit aufgewachsen sind.

Quellenangaben:

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