Mushoku Tensei: Jobless Reincarnation – Staffel 2 und keine Begeisterung mehr

Geschrieben von: Sanel

Ein 34-jähriger, zurückgezogener und arbeitsloser Junggeselle wird kurz nach dem Tod seiner Eltern und der Zwangsräumung seines Elternhauses von einem LKW überfahren. Als er jedoch im Körper eines Babys wieder aufwacht und realisiert, dass er sich in einer geheimnisvollen Welt voller Schwertkämpfe und Zauberei befindet, traut er seinen Augen kaum. Rudeus, wie er ab sofort genannt wird, schwört…

Quelle: Crunchyroll

Nachdem mich die erste Staffel ziemlich begeistert hat, konnte ich nicht abwarten, weiter den Anime anzusehen. Wieder bis zum Wochenende warten konnte ich nicht und so hat der ungeplante freie Tag auf der Arbeit mir eine gute Chance gegeben.

Um es gleich zu gleichen. Ich werde hier kein deep Review versuchen oder großartig die Geschichte euch näherzubringen. Ich möchte an dieser Stelle nur ein paar Punkte ansprechen, die den Anime wirklich etwas schlecht gemacht haben.

Übertreiben wird hier großgeschrieben

Was in der ersten Staffel noch recht passend war, wurde in der zweiten Staffel für mich auf die Spitze getrieben. Versteht mich nicht falsch. Ich weiß, dass in der Geschichte sehr viele wirklich ernste Dinge vorkommen, wie z. B. psychische Probleme, aber dies rechtfertigt in meinen Augen nicht, dass es so übertrieben wird. Dies bezieht sich explizit auf die Sexualisierung und vor allem auf sexuelle Anspielungen und bodenlose Witze.

Die ersten paar Folgen der zweiten Staffel waren in meinen Augen so grottig, dass es nicht mehr feierlich war. Egal, welche Probleme in dieser Welt bestehen, es wird immer mit sexuellen Handlungen und Anspielungen gelöst. Warum muss ein Racheakt von Schülern damit gelöst werden, dass zwei gut gebaute Mädels ins Zimmer verschleppt werden und dann als Lustobjekt herzuhalten? So ganz nebenbei werden diese komplett vergessen, als sie im Zimmer gefesselt liegen geblieben sind. Da vergeht ein Tag und was sieht man? Sie haben es nicht ausgehalten und mussten ihren Toilettengang machen, um nur dann zu sagen, dass sie seit einem Tag nichts gegessen und getrunken haben.

Eine Folge dreht sich darum, dass man Rudys Impotenz heilen möchte, Erinnerungen wiederbringen will mit einem Striptease oder jeden Tag die gut gebaute Begleiterin dabei erwischen, wie sie es mit dem ganzen Dorf macht, ist nicht nur extrem stupide, sondern auch extrem nervig mit der Zeit. Also wirklich. Hier hätte man ruhig um einiges mehr auf die Bremse treten können. Peinliche Witze ok, gelegentlich ok, aber nicht um die Hauptgeschichte herumbauen.

Nicht mein Fall

Das eine gute Geschichte vorhanden ist, liegt auf der Hand. Am Ende der zweiten Staffel wird es wieder etwas ernster und wir lernen die vielen Hintergründe und Beweggründe der einzelnen Charaktere.

Nüchtern betrachtet gebe ich den Kommentaren und Meinungen zu dieser Serie zwar recht, was unseren Hauptcharakter angeht, doch rechtfertigen kann ich es nicht. Im Grunde wird hier nur ein Bettpartner nach dem anderen gesucht, es wird gesoffen und betrogen und der Egoismus an die Spitze getrieben. Vielleicht mag es in dieser Welt in Ordnung sein, eine Frau nach der anderen zu haben und diese zu heiraten, doch das spiegelt in meinen Augen nicht wider, dass Rudy erwachsener wird. Geschweige denn, dass er als junger Mann überhaupt etwas gelernt hat.

Die dritte Staffel lief gerade an und ich bin schon gewillt weiterzuschauen, um zu sehen, wie es weitergeht. Doch sollte es bei dir Erzählweise bleiben, bin ich weg. Egal, wie gut der Anime auch ist und egal, wie gut die Geschichte ist, das mit dem sexuellen Hintergrund ist einfach nur noch nervig und übertrieben.

Sicher bin ich mir nur in einem Punkt. Die ganze Geschichte könnte man genauso gut herüberbringen, ohne den ganzen sexuellen Hintergrund.

Quellenangaben

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