The Signal (2014) auf Amazon Prime angeschaut

Geschrieben von: Sanel
21. Mai 2026

Vielleicht kennt ihr die Videos auf YouTube, auf denen ihr eine Zusammenfassung von einem Film erhaltet. Muss gestehen, dass ich mir bei Filmen, die ich definitiv nicht ansehen mag, solche Videos gerne ansehe und dann entscheide, ob ich es vielleicht doch mal versuchen sollte. Bei dem heutigen Film war es eher Zufall, dass er mir vorgeschlagen worden ist. Es klang recht interessant und unser Freund Laurence Fishburne hat mich dann überzeugt. Nicht unbedingt einer meiner liebsten Schauspieler, aber in Matrix hat er wenigstens für mich eine gute Figur gemacht.

Die Collegestudenten und Computerfreaks Nic und Jonah sind gemeinsam mit Nics Freundin Haley auf einem Trip durch den Südwesten der USA, als sie ein Signal ihres geheimnisvollen Hacker-Rivalen Nomad aufspüren. Ihre Suche führt sie in eine abgelegene, einsame Gegend Nevadas. In einem verfallenen Haus mitten im Nirgendwo glauben sie, Nomad gefunden zu haben, doch plötzlich wird Haley entführt …

Kreative und Besetzung:

Regie: William Eubank
Besetzung: Brenton Thwaites, Olivia Cooke, Beau Knapp, Lin Shaye, Robert Longstreet, Laurence Fishburne
Studio: Automatik Entertainment
Länge: 1 Std. 36 Min
Genre: Drama, Sci-Fi

Lohnt sich der Film aus meiner Sicht?

Für den Anfang muss man, glaube ich, direkt sagen, dass der Film wirklich speziell ist. Dies fällt auch direkt zu Beginn auf. Unsere drei Studenten sind mit ihrer alten Klapperkiste unterwegs und machen einen Roadtrip. Wenigstens sieht es so aus. Der Regisseur hält sich hier wirklich stark zurück, was die Erzählung angeht. Vieles muss man sich zusammenreimen. Vieles ergibt einfach keinen Sinn und oft fragst du dich, worum es hier überhaupt geht.

Wir bekommen mehr oder weniger durchweg nur minimale Häppchen an Informationen, um uns eine Rahmenhandlung ausdenken zu können. Auch was die Vergangenheit der Studierenden angeht, erfahren wir, um ehrlich zu sein, gar nichts. Manchmal gibt es ein paar Rückblenden, die komplett aus dem Zusammenhang gerissen sind und auch die anscheinend belastende Beziehung zwischen Nic und Haley steht wohl auf der Kippe. Wie es zu dem gekommen ist, was wir gerade sehen, bleibt ein Mysterium.

Was es mit Nomad auf sich hat, erfahren wir auch nicht. Selbst am Ende des Films bleibt man hier eher ratlos zurück, als dass man komplett aufgeklärt wird. Was auf den ersten Blick vielleicht seltsam und langweilig klingt, ist es gar nicht. Sagen wir wenigstens für mich. Tiefgang kann er schon erzeugen, wenn ihr es mögt, euch die Geschichte herzuleiten. Die Frage, worum es überhaupt im Film geht, bleibt bis zum Schluss bestehen und ihr müsst einfach Dinge hinnehmen, ohne sie zu verstehen.

Die Geschichte selbst hat aber richtig viel Potenzial, was leider durch die Erzählweise nicht wirklich ausgenutzt wird. Manchmal denkst du dir, wir kommen so gar nicht von der Stelle in dieser Richtung, was es recht anstrengend macht, den Film anzusehen. Im nächsten Augenblick kommt dann wieder etwas mehr Action rein oder Situationen, die dich an den Fernseher halten können. Offensichtlich sehr subtil würde ich das bezeichnen.

Zwar kommt die Action hier bei dem Film stellenweise nicht zu kurz, würde aber jedem abraten, der langsamere Filme und eher atmosphärische bedrückende Filme nicht ausstehen kann. Schauspieler, Sound und Atmosphäre können sich hier definitiv sehen lassen und halten den Film auf einem guten Fundament.

Der Rest ist wirklich sehr abhängig davon, was ihr für Vorlieben habt. Ich hatte sehr viel Spaß mit dem Film, da mir das eher sparsame Erzählen gut gefällt. Das sehr subtile Erzählen gibt viel Raum für Interpretationen. Jedenfalls lag ich für meinen Teil komplett daneben und das Ende hat mich dann doch eher überrascht. Im Nachhinein versteht man zwar einiges, doch eine komplette Auflösung der Geschichte gibt es nicht.

Die beklemmende Stimmung ist aber definitiv ein Punkt, den der Film richtig gut hinbekommen hat. Je mehr du schaust, desto düsterer und bekloppter wird er und am Ende stehst du da und fragst dich, was eigentlich los ist.

Definitiv eine Empfehlung wert, wenn ihr eher subtilere Filme mögt und nicht komplett geradlinig ausgelegt seid. Auch wenn er mir gefallen hat, kann ich ihn euch nicht komplett empfehlen. Zu sehr spielt hier die eigene Vorliebe eine Rolle. Deshalb kann ich auch gut nachvollziehen, wenn jemand ihn komplett langweilig empfindet.

Hier gibt es kein Gut oder Schlecht.

Nerdjunk Wertung

Nicht für jedermann geeignet

Ich hatte sehr viel Spaß mit dem Film. Nicht, weil er besonders innovativ oder originell ist, sondern viel Fantasie braucht, da man nicht komplett an die Hand genommen wird. Für mich ein guter, aber kein besonderer Film. Wer es lieber direkt und mit viel Action mag, kommt hier definitiv nicht auf seine Kosten. Selbst das Ende des Films ist theoretisch kein Ende. Ansonsten grundsolider Film, passend für sein gewähltes Genre.

Quellenangaben:

Fediverse-Reaktionen

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