InternetTechnik

Wayback Machine – Surfen wie im Jahre 1996

Ich, für viele einfach der alte Mann genannt, habe das Internet von Anfang an erlebt. Damals noch ein Medium, welches von vielen einfach nicht ernst genommen worden ist. Viele glaubten auch nicht daran, dass es sich durchsetzen würde. Die ersten Ausflüge ins Internet waren auch, nach heutiger Sicht, alles andere als schön anzusehen. Trotzdem fanden wir es einfach toll. Überall grelle Farben und viele animierte GIFs soweit das Auge nur schauen konnte. Design gab es auch keines. Hier wurde einfach alles reingeballert, was man konnte. Internet war trotzdem toll. Wir haben es geliebt.

YouTube hat mir dann auch ein Video vorgeschlagen, der zu diesem kleinen Beitrag geführt hat. Dazu aber später etwas mehr.

Mama darf ich ins Internet

So und nicht anders war das früher. Ins Internet gehen hieß zum einen die Telefonleitung zu belegen. Wenn wichtige Anrufe zu erwarten waren, musste man das Surfen erst einmal zur Seite legen. Selbst wenn man durfte, musste man Geduld haben. 56k Modem hieß hier das Zauberwort. Man saß gespannt auf seinem Stuhl und hörte diesem Zischen zu, bis man sich an dem Zugangsdienst eingewählt hat. Alles war „rasend schnell“ da. Sagen wir mal, es war schneller da, als man geglaubt hat. Schnell mal die Mails abrufen war da leider nicht. Seiten haben schon gerne bis zu 2 Minuten gebraucht, um komplett geladen zu werden. Meistens sah man den Text nach 10 Sekunden und man hat nur gewartet, bis sich alles ausgerichtet hat.

Damals waren auch die Kosten nicht so ohne. Hier hat man jede Minute zahlen müssen, auf die Sekunde genau. Ständig war man auf der Suche nach kostenlosen Werbeangeboten. Diese wurden damals im großen Stil mit Zeitschriften verteilt. Eine CD Rom mit der Software der damaligen Unternehmen. Sobald die Software auf dem Rechner war, hieß es nur die Daten angeben und los geht es. Theoretisch konntest du auch komplett kostenlos surfen, wenn du genügend CDs bekommen hast. Eine Prüfung, wie oft du das Werbeangebot genutzt hast, gab es am Anfang nicht. Dafür hat aber auch das Deinstallieren und Installieren schon mal knapp 30 Minuten in Anspruch genommen. Welch schöne neue Welt sage ich euch.

Nostalgie mit theoldnet.com und web.archive.org

Wie am Anfang kurz erwähnt, hat mich YouTube auf die oben genannten Seiten aufmerksam gemacht. Mir war zwar bewusst, dass es sie gibt, aber habe sie nie wirklich besucht. Traurig, um ehrlich zu sein. Hier kann man Stunden verbringen, um in seiner Vergangenheit zu stöbern. Hier werden einfach die alten Webseiten gespeichert bzw. archiviert. Viele Seiten kann man noch finden und vor allem gibt es auch noch die Möglichkeit sich zufällig eine Seite anzeigen zu lassen. Persönlich finde ich das sehr interessant. Vom Jahre 1996 bis heute ist vieles vertreten. Sofern man sich noch an die Adressen erinnert.

Besonders interessant finde ich, dass man sich den Netscape Navigator emulieren kann. Dieser zeigt euch die Seiten jeweils in der Version an, die zum Zeitpunkt des eingestellten Jahres aktiv war. Sogar die Ladezeit wird emuliert. Sehr praktisch für Menschen ohne Geduld.

Meine kleine Linksammlung

Damit ihr auch mal nach euren damaligen Webseiten suchen könnt, gibt es hier erst einmal die Links zu den zwei Seiten: https://archive.org und https://theoldnet.com

Leider muss ich gestehen, dass mir auf die Schnelle nicht alle Webseiten einfallen, die ich damals gerne besucht habe. Werde die Liste bei Bedarf natürlich erweitern.

Hier kommt ihr nun ins Spiel. Könnt ihr euch noch an den Anfang erinnern? Sofern dies zutreffen sollte, sagt mir doch in den Kommentaren, welche Webseiten ihr gerne besucht habt. Für die Jüngeren unter euch ist es bestimmt auch mal interessant zu sehen, wie die alten Knochen mit dem Internet angefangen haben. Natürlich wollen wir auch eure Meinung hören.

Viel Spaß beim Erkunden des Archivs.

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Haojatsu

Gründer von nerdjunk.de und vollkommen planlos in die Erstellung gegangen. Liebt Manga, Anime, Games, Movies und vieles mehr, womit man seine Zeit sinnlos füllen kann. Spaß muss es machen. Die Zeit für das Hobby fehlt, aber daran sind wie immer die anderen Schuld.

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